Full text: Annalen des teutschen Reichs (H. 1 (1793))

Kurze Uebersicht 
der gegenwärtigen 
Reichstags-Verhandlungen. 
Preußens großer und unsterblicher Kö¬ 
nig, dessen Seelen-Adel und Helden-Größe, so wie 
sogar seine Fehler für jeden Regenten und auch selbst 
für jeden Menschen, der dereinst, nach seinem Tode, 
auf die Fortdauer seines Nahmens Anspruch machen 
will, ewig lehrreich bleiben wird — dieser große 
König, der alle diejenigen Augenblicke, welche 
Ihm die strengste und gewissenhafteste Verwaltung 
Seiner erhabenen Regierungsgeschaͤfte uͤbrig ließ, den 
Wissenschaften widmete, der zwar nicht der Erste 
Schriftsteller unter den Großen der Erde war, sich aber 
dennoch immer zum Range des elegantesten köͤniglichen 
Polygraphs erhob — dieser gekrönte Philosoph, von 
dem der Staatsmann, welcher an seinen ruͤhmlichen Tha¬ 
ten so vielen Antheil hatte und Seines gerechten Ver= 
trauens bis an den letzten Augenblick in so vorzuͤglichem 
Grade genoß, das treffende Urtheil faͤllt: „que ses mo¬ 
„ments valoient des années“ — 
Friedrich der 
Zweyte sagt an einer Stelle Seiner Schriften, wo 
von der Verfassung des teutschen Reichs und von 
der Art, die allgemeinen Reichsgeschäfte zu behan= 
deln, die Rede ist: „der teutsche Reichstag sey das 
„nicht mehr, was er ehedem gewesen. Er nen¬ 
net ihn „une espece de fantome." Rückblick auf vo¬ 
rige Zeiten, auf die ehemalige Art, Geschäfte zu be¬ 
handeln und auf damalige, in spätern Tagen ganz und 
Annalen d. T. Reichs 1. H. 
gar 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für
	        
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