Full text: Magazin für Kirchenrecht und Kirchengeschichte (Bd. 1, St. 2 (1779))

XVI. Ueber den Ursprung 
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„In den Schulen der protestantischen Gottes¬ 
gelehrten, sind die Erklärungen eines Koncilii nur 
darinnen, von derjenigen, die wir gegeben, unter= 
schieden, daß wir den Begriff mehrerer Gemein= 
den vor wesentlich halten, welchen andere auszulas= 
sen pflegen. Buddeus erklärt daher ein Koncilium 
so, es sey eine Versammlung von Personen, die von 
Sachen, welche die christliche Religion betreffen, zu 
urtheilen fähig sind, daß sie durch Beylegung ent¬ 
standener Streitigkeiten, durch Verbesserung des 
Lebens und durch Erhaltung der Kirchenzucht, das 
Beste der Kirche beförderen, in den institut. theol. 
dogmat. libr. V. ep. 3. §. 20.“ 
„Insbesondere müssen wir hier bemerken, daß 
in der Kirche noch andere Versammlungen statt ge= 
habt; oder noch statt haben, die zwar in einigen, 
nicht aber in allen Stücken mit denjenigen, die wir 
Koncilien nennen, übereinkommen. Es ist daher 
desto nöthiger einen richtigen Begriff festzusetzen, da= 
mit nicht in der Kirchenhistorie eine schädliche Ver= 
wirrung entstehe. Wir wollen versuchen, die vor= 
nehmste Arten von solchen Versammlungen zu erzäh= 
len, welche wir vor keine Koncilien halten. Dahin 
gehören 
1) Alle eigentlich sogenannte gottesdienstliche 
Versammlungen, die weiter keinen Zweck haben, 
als die Ausübung des öffentlichen Gottesdiensts, ge= 
setzt auch, daß Glieder mehrerer Gemeinden zuge= 
gen wären: 
2) Alle Versammlungen mehrerer oder aller 
Glieder einer Gemeinde, wenn sie auch die Ab= 
thuung 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin 
ur
	        
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