Volltext : Lfg. 1: Bogen 1 - 15 und Tafel 1 - 14 (1)

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dem  grössern  Theil  der  Exostose,  welcher  von  der  Wiederkehr  der  Erweichung  frei  geblieben  war,  zeigte  sich,  als  er
in  der  Mitte  durchsägt  wurde,  das  Netzwerk  von  dem  gesunden  und  harten  Knochennetz  nicht  verschieden,  äusser
dass  seine  Zellen  ungewöhnlich  erweitert  waren,  nämlich  durch  die  vorher  erlittene  Erweichung  und  Expansion.
Aber  der  andere  kleinere  Theil  der  Exostose  war  weich  und  biegsam  wie  Knorpel,  inwendig  hohl;  es  zeigte  sich
keine  Spur  von  knöchernem  Netzwerk  mehr  darin;  er  war  mit  häutiger  gelatinöser  Materie  überzogen  und  nekrotisch.
Bei  Scarpa  finden  sich  a.  a.  0.  noch  mehrere  Beispiele  von  weicher  Exostose  an  anderen  Knochen  angeführt;
ob  sie  aber  hieher  gehören,  ist  zweifelhaft.
13.  In  einem  von  Ph.  v.  Wallher  beobachteten  Falle  (v.  Gräfe  und  v.  Wallher’s  Journal  der  Chirurgie  und
Augenheilkunde  B.  13.)  war  die  Ursache  zur  Entwickelung  von  fünf  Geschwülsten  der  Mittelhand  und  der  Phalangen
der  Finger,  eine  Quetschung  des  Mittelfingers  in  frühester  Kindheit  gewesen.  Im  8.  Lebensjahre  begann  die  knotische
Anschwellung.  Zur  Zeit  der  Beobachtung  war  das  Subject  18  Jahr  alt  und  von  kräftiger  Constitution.
v.  Walther  beschreibt  noch  einen  zweiten  Fall  von  ähnlichen  Geschwülsten  der  Mittelhandknochen  und  Phalangen ¬
  der  Finger  bei  einem  Mann  von  22  Jahren,  der  im  5ten  Jahre  seines  Lebens  auf  die  Hand  fiel,  worauf  schon
nach  einigen  Monaten  die  erste  Geschwulst  sich  zeigte.  Prof.  Weber  in  Bonn  hat  eine  genaue  anatomische  Untersuchung -
  jener  Geschwülste  geliefert.  Nerven,  Gefässe,  Sehnen  waren,  wie  in  allen  Fällen,  gesund.  An  einer  Phalanx ¬
  war  nur  mehr  die  Rindensubstanz  und  die  beiden  Extremitäten  des  Knochens  vorhanden,  der  übrige  Theil  der
Phalanx  war  in  ein  netzartiges  Gewebe  ausgeartet.  Nur  an  einigen  Stellen  war  das  netzartige  Gewebe  verknöchert
im  übrigen  von  weissgrauer  Gallerte  gefüllt;  hier  und  da  waren  Blutaustretungen  bemerkbar.  Die  Sinus  der  injicirten -
  Geschwulst  waren  von  einer  äusserst  zarten  und  gefässreichen  Membran  ausgekleidet.  Eine  der  kleineren  Geschwülste -
  am  Mittelhandknochen  des  Mittelfingers  bestand  nicht  aus  weichem,  sondern  aus  knöchernem  netzförmigem
Gewebe,  welches  mit  Knochenmark  gefüllt  war.
14.  Eine  Geschwulst  der  Tibia,  die  ich  für  ein  Enchondrom  halte,  beschrieb  Lawrence  sehr  ausführlich.  Der
Kranke  wurde  durch  Amputation  geheilt.  Medico-chirurgical  transactions  XVII.  pag.  37.  When  the  integuments  and
other  parts  had  been  removed,  the  tumour  was  found  to  arise  from  and  be  inseparably  connected  with  the  upper  part
of  the  tibia;  or  it  might  be  said  that  the  bone  in  its  upper  six  inches  was  expanded  into  the  morbid  growth,  as
there  was  a  continuity  of  bony  substance  between  it  and  the  surface  of  the  latter.  When  the  diseased  mass  and  the
tibia  had  been  divided  by  a  vertical  section  carried  from  before  backwards,  it  was  found,  that  the  former  had  originated -
  in  the  centre  of  the  tibia;  that  it  consisted  partly  of  a  tough  fibrous  texture,  with  bone  plentifully  deposited  in  it,
partly  of  a  medullary  (cerebriform)  subtance;  and  that  it  contained  numerous  cells,  of  which  the  largest  were  from  one
to  two  inches  in  diameter.  These  cells  of  which  the  surface  was  quite  smooth,  were  filed  with  a  transparent  yellow
fluid  of  watery  consistence;  in  some  of  them  was  a  small  portion  of  coagulated  blood  adhering  tho  the  surface.  Nearly
the  whole  exterior  of  the  swelling  which  had  been  considered  to  be  bony  from  its  hardness,  the  greater  part  of  the
septa  between  the  cells  and  tbe  surface  of  the  latter  were  made  up  of  the  fibrous  and  osseous  texture.  The  medullary ¬
  substance  which  was  whitisch  soft  and  breaking  down  into  a  pulp  under  slight  pressure  of  the  finger,  formed  the
nucleus  of  the  tumour,  where  it  grew  out  of  the  bone  and  was  also  deposited  partially  between  the  cells.  One  of
the  two  halves,  into  which  the  mass  had  been  divided,  was  subjected  to  maceration.  When  the  soft  texture  had  been
completely  decayed  by  putrefaction  and  removed,  it  appeared  that  the  upper  five  or  six  inches  of  the  tibia  had  been
destroyed  by  the  morbid  growth,  which  had  not  penetrated  the  joint,  the  articular  surface  being  entire,  though  reduced
to  a  thin  shell.  The  latter  was  connected  to  the  lower  portion  of  the  tibia  by  a  net-work  of  long  fibres  and  plates
forming  the  skeleton  of  the  tumour  and  supplying  the  place  of  the  bony  shaft.  There  was  an  exterior  thin  and  imperfect -
  shell  growing  ont  of  the  walls  of  the  bone  below  and  from  the  edge  of  the  articular  surface  above.  This
was  the  bony  substance  which  had  been  felt  on  the  surface  of  the  swelling  before  the  operation.  The  interior  of  the
space  circumscribed  by  this  covering,  was  irregularly  traversed  by  bony  productions  shooting  from  the  lower  end  of
the  tibia  and  connected  at  various  points  both  with  the  outer  shell  and  with  the  remanent  of  the  articular  surface.
Es  ist  dies  wahrscheinlich  dieselbe  Geschwulst,  welche  ich  im  Museum  vom  Bartholomew's-Hospital  sah,  und
von  welcher  mir  Herr  Stanley  eine  Lithographie  mittheilte.  Die  Geschwulst  der  Tibia  in  diesem  Museum,  die  ich  meine,
war  ganz  entschieden  Enchondroma.
15.  Enchoudrom  des  Mittelhandknochens  und  der  ersten  Phalanx  des  Daumens,  beschrieben  von  Valentin.  Re
pertorium  für  Anatomie  und  Physiologie.  1837.  p.  117.  Die  grösste  Peripherie  der  Geschwulst  des  Mittelhandknochens
beträgt  11“  75,  die  Circumferenz  der  Geschwulst  der  Phalanx  3“  5.
Die  Substanz  bestand  aus  Knorpelmasse  mit  kleinen  länglichen  an  einem  oder  beiden  Enden  zugespitzten,  kleinere ¬
  Körnchen  enthaltenden  Körpern.  Grundmasse  hell  und  viel  deutlicher  und  isolirter  faserig,  als  die  des  gewöhnlichen ¬
  Knorpels.  Ueberreste  der  Knochensubstanz  finden  sich  theils  als  Rinde,  theils  als  einzelne  Blättchen  im
Innern.  Wurden  rein  knorpelige  Stücke  mit  destillirtem  Wasser  anhaltend  gekocht,  so  zeigte  das  schwachopalartig
gefärbte  Filtrat  gegen  Salpeter-,  Phosphor-  und  Salzsäure,  Schwefelwasserstoff,  Kleesäure,  kaustisches  Kali,  Ammoniak,
Aetzbaryt,  Jodkalium,  kohlensaures  Kali,  phosphorsaures  Natron,  Alaun,  schwefelsaures  Kupferoxyd,  Zinnchlorid,
schwefelsaures  Eisenoxydul,  Eisenchlorid,  chromsaures  Kali  und  Jodtinktur  gar  keine  Reaction.  Dagegen  entstanden
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