§. 9. Dreyzehendes Capitel.
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Wir haben zu gegenwärtigem immer gefährlicher -
anscheinenden Krieg in Reichs=Ständischer -
Freyheit mit andern Churfürsten / ohne
daß wir anderer Meynung im geringsten widersaget -
/ oder diese zu gering zu achten gedacht
hätten / nicht eingerathen. Diese unsere zu
des Reichs beyhaltenden Kräfften und möglicher -
Umgehung des so grossen Ubels geführte
Meynungen aber / weilen zwischen Jhro Kays.
Majest. und uns etwas widriges vorgefallen
zu seyn uns nicht erinnerlich / dürffte wohl eine
vornemliche Ursache seyn / daß man anjetzo mit
Herziehung der so geringachtigen Plettenbergischen -
Sache die Wasser der Bitterkeit / wie
Jhro
gütig man auch selbige mit dem zwischen
Kayserl. Majest. und uns unterlauffenden nahen -
Bluts=Band zu versüssen scheinen lassen
will / wider uns auf eine solche Weise auszuschütten -
suchet / als ob / so schwer es auch in
unser Gemüth dringet / wir wider unsere obhabende -
Pflichten zu Jhro Kayserl. Maj. und
des Reichs Nachtheil an dem Königl. Frantzösischen -
Hof Sachen angebracht haben / so
nunmehro in die Hände gefallen seyn solten /
da wir doch versichern können / daß / wie wir
nach Erforderniß des reciprocirlichen Nexus von
unsern gegen Jhro Kayserl. Majest. und dem
Röm. Reich hegenden Obliegenheiten niemahlen -
abgegangen sind / noch niemahlen abgehen /
sondern zu äller Zeit neben andern die Sicherheit -
und Ruhe=Stand unserer von GOtt anvertrauten -
Ertz= und Hoch=Stiffter vor allen
Aaa 2
eifrigst
Max-Planck-Institut für