Prof. Med. zu Wittenberg.
vmb ein gnedige Zulag / damitt ich mich erhalten -
kunde / alss nemlich ober die hundert
Floren / solch izzunder habe / noch ein hundert
Floren / dagegen erbiete ich mich mit Lesen /
Disputiren / vnd andern nützlichen Arbeiten
allen müglichen Fleiss zu thun. So hoffe
ich meine gethane Arbeit nu in die zwenzig
Jar von welcher ich die geringste Besoldung
gehabt habe / sei der Vniversitet dienstlich
vnd den Schülern nützlich gewesen. Vnd
mage sich E. C. F. G. von allem meinen
Wandel und Gelegenheiten erkundigen.
Jch hoffe auch die gantze Vniuersitet sampt
den Schülern / die alhie in medicina studiren/
solten mir meines Fleisses ein ehrlich Zeugniß -
geben. Vnd so mir E. C F. G. gnediglich
aufdisse meine vnderthenige Bitte anttworten -
wollen / bitte ich E. C. F. G. wollen
mir auch gnediglich omb meiner Sicherheit -
willen einen reisigen Knecht zugeben
mit mirgen Freiburg ins Brisgau und wiederumb -
anher zu reiten / damitt ich vnder E.
C. F. G. Schueze sicherer auf der Strassen.
reißen / und auch bei den meinen mer Fürderung -
haben künde / zuuoran dieweil das Regiment -
doselbst noch der Papistischen
Leer ser gewogen / und der reinen Lere des
Evangelii / ond allen Anhengern ser entgegen
ist / welches mir wenigern Verhinderung zufügen -
darffe / so ich einen von E. C. F. Gn.
Dienern bei mir habe / dan so ich allein were.
Solchs bin ich in Vnterthenikeit gegen E.
S 3
C.F.
Voage
Staatsbibliothek
Max-Planck-Institut für
zu Berlin