Volltext : Entdecktes Staats-Cabinet (Eröffnung 3 (1715))

Prof.  Med.  zu  Wittenberg.
vmb  ein  gnedige  Zulag  /  damitt  ich  mich  erhalten -
  kunde  /  alss  nemlich  ober  die  hundert
Floren  /  solch  izzunder  habe  /  noch  ein  hundert
Floren  /  dagegen  erbiete  ich  mich  mit  Lesen  /
Disputiren  /  vnd  andern  nützlichen  Arbeiten
allen  müglichen  Fleiss  zu  thun.  So  hoffe
ich  meine  gethane  Arbeit  nu  in  die  zwenzig
Jar  von  welcher  ich  die  geringste  Besoldung
gehabt  habe  /  sei  der  Vniversitet  dienstlich
vnd  den  Schülern  nützlich  gewesen.  Vnd
mage  sich  E.  C.  F.  G.  von  allem  meinen
Wandel  und  Gelegenheiten  erkundigen.
Jch  hoffe  auch  die  gantze  Vniuersitet  sampt
den  Schülern  /  die  alhie  in  medicina  studiren/
solten  mir  meines  Fleisses  ein  ehrlich  Zeugniß -
  geben.  Vnd  so  mir  E.  C  F.  G.  gnediglich
aufdisse  meine  vnderthenige  Bitte  anttworten -
  wollen  /  bitte  ich  E.  C.  F.  G.  wollen
mir  auch  gnediglich  omb  meiner  Sicherheit -
  willen  einen  reisigen  Knecht  zugeben
mit  mirgen  Freiburg  ins  Brisgau  und  wiederumb -
  anher  zu  reiten  /  damitt  ich  vnder  E.
C.  F.  G.  Schueze  sicherer  auf  der  Strassen.
reißen  /  und  auch  bei  den  meinen  mer  Fürderung -
  haben  künde  /  zuuoran  dieweil  das  Regiment -
  doselbst  noch  der  Papistischen
Leer  ser  gewogen  /  und  der  reinen  Lere  des
Evangelii  /  ond  allen  Anhengern  ser  entgegen
ist  /  welches  mir  wenigern  Verhinderung  zufügen -
  darffe  /  so  ich  einen  von  E.  C.  F.  Gn.
Dienern  bei  mir  habe  /  dan  so  ich  allein  were.
Solchs  bin  ich  in  Vnterthenikeit  gegen  E.
S  3
C.F.
Voage
Staatsbibliothek
Max-Planck-Institut  für
zu  Berlin
            
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