Volltext : Entdecktes Staats-Cabinet (Eröffnung 8 (1717))

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nach  Annäburg  und  Dreßden.
lichen  Gnaden  mit  freund=Vetterlicher
Affection  und  Behägligkeit  zugethan  gewesen; -
  Also  werden  Sie  nunimehro
durch  fernere  Anverwandschafft  darzu  |
noch  fester  verbunden.  Datum  Annäbürg  |  |
den  2.  Mäy  1654.
§.  44.  das  Flecken  Annäburg  ist  fon=Memorabisten -
  ein  schlechter  Orth  hat  vor  diesem  lia  vonuna=Lochau -
  geheißen,  von  Churfürst  Augusi  burg.
zu  Sachsen  erster  Gemahlin  Annen  aber
den  Nahmen  Annäburg  bekommen.  Da  |
Schloß  hat  gedachte  Churfürstin  Anno
1579.  erbauet.  Um  das  Schloß  ist  ein
Morästiger  Graben  /  und  an  etlichen  Ohr=  |  |
ten  ein  wenig  Wasser.  Es  hat  auch  daselbsten -
  einen  schönen  grosen  Thier=Garten,
mit  einer  hohen  steinern  Mauer,  in  dem
Umkreyß  eine  Meile  lang  umgeben,  worinnen -
  etliche  hundert  Stück  Wild,  und
kleine  weiße  Dan  Hirsche,  behalten  werden. -
  Es  glebt  aber  in  diesem  Thier=Garten -
  viel  Gifftig  Ungezieffer  von  Schlangen, -
  Kröthen  Ottern  und  dergleichen.
§.  45.  Mittwöch  den  3.  May  von  Rückreise.
Uugog
Annäburg  wiederumb  ab  durch  Torgau  /
alwo  wir  Mittag  gehalten,  und  dann  biß
Eilenburg  gefahren/  und  daselbst  bey  obgedachtem -
  Herrn  Bürgermeister  Müllern
über  Nacht  blieben.  Donnerstag  den  4.
May  von  Eulenburg  biß  Lützen  gekeisek -
  /  und  alda  pernoctiret.  Freytag  den
5.  May
T  2
oage
Staatsbibliothek
Max-Planck-Institut  für
zu  Berlin
            
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