Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 2 (1786))

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habe, je weniger solcher das facta separatione bo¬ 
norum neuerlich wiederum wegen Trauchburg aus¬ 
geübte Stimmrecht zu entkräften vermögend seyn 
können. 
§. 19. 
Indessen geschah es doch, daß das trauchburgi¬ 
sche Votum nach und nach unter jenes der Graf= 
schaft Friedberg eingeschoben und sofort wiederum 
das Scheerische der Ursache Willen genennet wurde, 
weil von den brüderlichen Theilungen an jedesmal die 
Aeltere von der wilhelmischen Linie in Scheer zu re¬ 
sidiren pflegte. Eigne Familienumstände und Ver¬ 
wiklungen in Processen mit dem höchsten Erzhause 
wegen der Grafschaft Friedberg waren hiernächst 
die leidige Ursache, warum die Wiederauflebung 
des trauchburgischen Voti nicht mit größerm Nach, 
druck betrieben werden koͤnnen, sondern vielmehr der¬ 
selben sich eine Hinderniß nach der andern im Wege 
gelegt hat. 
§. 20. 
In dieser — obschon übrigens äusserst widrigen 
Zwischenzeit haben jedoch die Herren Grafen Reichs¬ 
erbtruchseßen das Trauchburgische Stimmrecht ohne 
jemands Wiederspruch, mit der Gelegenheit aber¬ 
mals geltend gemacht, als die Grafschaft Friedberg 
Scheer von dem Durchlauchtigsten Erzhauß vom 
Jahr 1687 biß 1695. apprehendirt war, dann Graf 
Johann Ernst Besizer von der Grafschaft Trauch= | | 
2. Band. 
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burg 
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