Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 10 (1795))

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tigkeit desselben fürs Allgemeine ein, da ich anfangs 
nur glaubte über eine Privatsache mein Urtheil 
abgeben zu dürfen, wie ich dies oft genug in an¬ 
dern Fällen gethan habe, von welchen nichts ins 
Publicum gelangt ist. Ich glaubte jedoch eine 
Zeitlang, es bei der Verbreitung des wichtigen 
Considerandi bewenden lassen zu können, welches 
das eilfte unter denjenigen ist, welche ich aus 
dem Confiscations-Urtheil der Königl. Bremischen 
Regierung ableitete. Ich ließ dasselbe auf vier 
Octav=Blättern klein abdrucken, und vertheilte 
es mehr ausserhalb als innerhalb Hamburgs. Es 
hat eine grössere Aufmerksamkeit erwekt, als ich 
erwartete, und es sind so viele Anfoderungen an 
mich gelangt, das gesamte Gutachten vollständig 
abdrucken zu lassen, daß ich denselben jezt nach¬ 
gebe, ohne, wie ich mir doch noch eine Weile 
vorsezte, die endliche Entscheidung des Handels 
abzuwarten. Der Vorfall ist an sich zu wichtig, 
und hat in dem gesamten Deutschland eine so grosse 
Aufmerksamkeit erregt, daß ich nicht glaube, vor¬ 
eilig zu handeln, wenn ich deutschen Lesern aller 
Stande etwas daruͤber vorlege, was ihnen die 
nähere Kenntniß davon geben, und sie in dem 
Urtheil darüber leiten kann, wobei ich jedem Leser 
überlasse, die publicistischen Gründe für und wider 
denselben genauer abzuwägen, auf welche es doch 
bei dieser Sache ganz allein ankömmt. Dies thue 
ich jedoch ganz als Privatmann auf meine Kosten 
und unter meiner besondern Verantwortlichkeit, 
aber 
Max-Planck-Institut für
	        
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