Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 10 (1795))

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fen, das zuverläßige Vergnügen genossen haben 
würde. e 
§. XXXIV. 
e) Man lasse uns den eben in der vorletzten Note ange¬ 
führten fürstl. und landschaftlichen Kompromißsprach 
von 1424. zwischen Herzog Wilhelmen, Herzog 
Ernstens Herrn Brudern und Wilhelmen Ahaimern 
ergangen, noch einmal vor die Hand nehmen. Da 
war unter andern, noch weniger erbaulichen Tu¬ 
genden, ein fernerer Klagepunkt gegen den Ahai¬ 
mer auch mit dieser; daß ob ihm zwar Herzog 
Wilhelm aus seinen Bannförsten einen Hirschen zu 
schiessen angegönnet, Ahaimer entgegen unerlaubter 
Weise derer vielmehr 3. geschossen hätte, worüber 
sich auch Ahaimer in seinem Bekenntnisse einen 
Hirschen zu viel geschossen zu haben selbsten einließ. 
Ueber diesen Streittpunkt folgte nun jezt die merk¬ 
würdige Kompromiß=Entscheidung dahin: „sprechen 
wir (H. Ernst, und Albert, dann die dazu verord= 
nete Landstände) das Wilhelm Ahaimer unsern 
Bruder, Vetter, und Herrn umb den ainen Hirs, 
des er gichtig (in confessis) ist, soll ain abtrag tun 
mit Sechzig Schilling Pfenningen des Lands=Wä¬ 
rung als das kaiserliche Recht ausweisen" 
(Oefele c.l. II. 208.) Hier sieht nun vorerst leicht 
ein jeder, der auch eben nicht von Amts wegen 
mit dem corpore juris bekannt seyn muß, von 
selbst schon ein, daß diese kaiserliche Rechte, nach 
welchen hier gesprochen wird, einmal die römi¬ 
sche nicht seyn können, weil, wenn auch würklich 
die Römer, ohnerachtet ihrer bekannten Grundsäͤtze 
über die Jagd=befugnisse, dennoch etwa einige 
Bann= 
Max-Planck-Institut für
	        
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