Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 10 (1795))

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ganze XVI. Jahrhundert über eifrig betriebene 
Exemtionsforderung b) bey dem nächst darauf fol¬ 
genden 
diesmal auf seiner Gnaden bevelch nit zu bewilli¬ 
gen, wann aber mein gnedigster Herr von vnsern 
allergnedigisten Herrn dem römischen König zu 
andern Tagen ervordert, oder beschrieben wirt, 
zweifelt mir nit seine fürstlich gnad werde sich in 
dem und allen andern sachen gepührlich halten." 
Wie ungerne die Reichsstände, blos von kaiserl. 
Kommissarien abgehaltene Reichstage sahen, er¬ 
bricht sich auch noch zurücke, aus der Geschichte des 
Jahres 1441. wo sie zwar dem noch auf teutschen 
Boden zu Neuenstadt residirend gewesenen Kaiser 
Friedrich III, der sich aber immer mit den ungari¬ 
schen Unruhen abzugeben hatte, und die Reichsta¬ 
ge in Teutschland nur durch K. Kommissarien woll= 
te abhalten lassen, allschon wirklich ein teutsches 
Reichsvikariat (einen Vormund des Ryches in 
teutschen Landen) substituiren wollten, (von Oh= 
lenschlager E. der G. B. p. 263.) wie dann auch 
Kurpfalz nach noch vorhandenen Archivspuren dama¬ 
len wirklich das R. Vikariat auf sich genommen 
hat. 
b) Herzog Wilhelm IV. ließ sich hierwegen von zwo 
vornehmen damaligen Leuchten der hiesigen hohen 
Schule Nikolaus Everhard dem ältern, und Fa= 
bins Arkas von Narnia um das Jahr 1546. ein 
umständliches Responsum über diesen Interessanten, 
und fast zuerst also in Bearbeitung gesezten Ge¬ 
genstand des baierische. Staatsrechtes ausstellen: 
denn so schreibt Burgundus in apologia Elec- 
toratus 
Max-Planck-Institut für
	        
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