Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 10 (1795))

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ses zwischen diesen beyden höchsten Linien wegen) 
zu protestiren anfiengen: — und dann diese das 
ganze 
nen Lindauer Reichstag zu beschicken: so daß sogar 
noch K. Mar. I. nach Lindau 1497. den Reichs= 
ständen entgegen zuschrieb: „Wir haben auch 
solichs (in eigener Person eben nicht auf den Reichs= 
tägen erscheinen zu müssen) als meniglich weis, 
oft mündlich erclärt in ansehen der clainen eren so 
vns uf denselben tagen beschehen, nachdem wir, 
so des Reichs sachen gehandelt werden, vor der 
Thür steen müssen, das doch nie erhördt ist, daß 
gin Burgermaister in ainer Commun vor der Thür 
steen solt." Und da nun itzt der Kaiser eben da¬ 
malen 1496. und 1497. noch über dieses außer 
Germaniens Gränzen war, so tratt itzt auch noch 
mit die zwote Staatsfrage, ob derley Reichstäge 
nun nicht vielmehr von Vikariatswegen abgehalten 
werden müßten? ein. Wobey die Herzoge in Bai= 
ern, und Kurfürst Philipp von Pfalz so ganz ein 
einstimmiges Benehmen beobachteten, daß Erstere 
bemerktermassen den folgenden, wieder blos in An¬ 
wesenheit kaiserl. Kommissarien gehaltenen Wormb= 
serz Reichstag, um Bartholomäi 1497. gar nicht 
mehr beschickten: Kurpfalz hingegen durch ihren da= 
hin gesendeten Bottschafter den Ritter Schwei= 
kern von Sickingen ihren Widerspruch geradezu er= 
klären ließ. Wie dann statt den Zustand gebrauch¬ 
ten Abschied zu unterzeichnen, der von Sickingen 
viel mehr die Erklärung einlegte: „Diesen Abschied, 
wiekder verzeichnet ist, aus Vrsachen, die mein 
gnediger Herr zu seyner zeit wol zu entdecken hat, 
dies= 
K 
10. Band. 
Max-Planck-Institut für
	        
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