Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 10 (1795))

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Zitationen (vielleicht im Grunde lediglich aus keiner 
anderen geheimen Ursache als des unseligen durch 
den 
vielmehr so eifrige Vertheidiger des kurpfälzischen 
Reichsvikariates, daß sie die bey der damaligen Ab¬ 
wesenheit des Kaisers Marens l. in Jtalien in den 
Jahren 1496. u. 1497. zu Lindau, Frankfurt und 
Worms gehaltene Reichstage, weil sie vielmehr von 
Vikariatswegen hätten abgehalten werden sollen, gar 
nicht einmal für konstitutionsmässig erkannten: weß= 
wegen der letztere auch von keinen der beyden bate¬ 
rischen Herzoge beschicket worden: Und obwohlen 
auf den ersteren nach Lindau Herzog Georg annoch 
unsern berühmten Peter Paumgaktner (D. Mede¬ 
rer Annal. Ingolst. I. 67.) als Gesandten gesendet 
hatte, so hat selber doch hiernächst zur Annahme 
des Reichsabschiedes keine weitere Instruktion mehr 
erhalten. (neueste Sammlung der R. Abschiede 1I. 
Th. S. 34.) Die Beweise dessen, was hier ge¬ 
sagt wird, werden bey einer nahen Gelegenheit 
dem Publikum vorgeleget werden. 
Ich weiß zwar gar wohl, daß der Herr von 
Harprecht in s. Staatsarchive des K. R. K. G. 
IV. 50. obiges Benehmen der Herzoge von Baiern 
wegen dem Lindauer Reichstage vielmehr als einen 
Beweiß, daß damalen schon die Herzoge in Baiern 
unter keinem Reichsvikar bätten stehen wollen, an¬ 
siehet: wenn man aber die Lindauer Reichstags¬ 
handlungen von 1496. und 1497. vollständiger und 
genauer einsieht, als selbe der Herr von Harpreche 
abdrucken lassen, besonders mit den folgenden Woim= 
ser Reichstagshandlungen 1497. vergleicht; so er= 
bricht 
Max-Planck-Institut für
	        
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