Full text: Teutsche Staatskanzley / Deductions- und Urkunden-Sammlung (Bd. 10 (1795))

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len zuerst die Herzoge von Baiern gegen die von 
dem kurpfälzischen Vikariatshofgerichte erlassene 
Zi= 
ter, Landshuter, und Münchner Linien sogar für 
ihre eigene Personen der Vikariatsgerichtsbarkeit 
unterworfen zu seyn, einbekennet haben. 
Kurfürst Ludwig der Strenge von Pfalzbaiern 
ertheilte als Reichsverweser schon im Jahre 1267. 
eine Lehenanwartschaft auf die in Mitte der nördli¬ 
chen Hälfte des damaligen Herzogthums Baierns 
gelegen gewesene Burggrafschaft Nürnberg (Koeh- 
ler Diss. de ducibus Meraniæ & p. m. 48.) Hier= 
nächst sind noch Originalurkunden von 1427. 1432. 
u. 1433. vorhanden, worinn die Herzoge von Bai= 
ern Jngolstadt, Landshut und München die kur= 
pfälzische Vikariatshoheit über sich anerkannt: wie 
dann auch deutliche Spuren sich zeigen, daß selbst 
das bis hiehin bekannte erste respektive Vikariats¬ 
patent, welches im Zwischenreiche 1437. an die 
Reichsfürsten erlassen worden (das paralelle dama¬ 
lige Patent für die Reichsstädte s. in von Ohlen= 
schlagers Erläuterung der G. B. Urkundenbuche 
Nro. XXIII.) gleicherdingen auch den Herzogen 
von Baiern=Jngolstadt, und Baiern=Landshut zu= 
gesendet worden seye, und noch wirklich in den kur¬ 
fürstl altvaierischen Archiven vorräthig liegen müsse, 
wie es denn noch im Jahre 1612. zu Neuburg an 
der Donau vorfindig gewesen ist. 
Die Herzoge Georg zu Baiern=Landshut, und 
Albrecht IV. zu Baiern=Müuchen, die nach dem 
Abgange der übrigen Linien am Ende des XV. 
Jahrhundertes allein noch übrig geblieben, waren 
viel= 
Max-Planck-Institut für
	        
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