Volltext : Fontenelle, Bernard Le Bovier: Bernhard von Fontenelle Dialogen über die Mehrheit der Welten

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dern.  Sie  wuͤrden  davon  schreiben:  Wir  haben ¬
  stets  den  nemlichen  Gaͤrtner  gesehn,
seit  Rosengedenken  ist  man  keinen  andern,
als  ihn,  ansichtig  geworden;  er  ist  allezeit
geblieben  wie  er  ist.  Warlich,  er  ist
nicht  sterblich,  wie  wir;  er  veraͤndert  sich
nicht  einmal.  Würde  dies  Råͤsonnement  der
Rosen  richtig  seyn?  Unterdessen  wuͤrd  es  doch
mehr  Grund  haben,  als  die  Schluͤsse  der  Alten
von  den  himmlischen  Körpern.
Wäre  auch  selbst  am  Himmel  bis  jezt  nichts
veraͤnderliches  vorgegangen,  truͤg  er  gleich  Kenzeichen ¬
  an  sich,  daß  er  ewig  ohn  alle  Veraͤndrungen ¬
  zu  dauern  gemacht  sey,  so  wuͤrd'  ich's  doch
noch  nicht  glauben,  sondern  lieber  auf  laͤngre  Erfahrungen ¬
  warten.  Wie  koͤnnen  wir  unsre  nur
einen  Nu  wäͤhrende  Dauer  für  den  Maasstab
einer  andern  ausgeben?  Und  koͤnnen  wir  sagen,
daß  das,  was  zehntausendmal  laͤnger  waͤhrt  wie
wir,  ewig  waͤhren  muͤsse?  Man  solte  sich  eine
ewige  Dauer  nicht  so  leicht  vorstellen.  Ein  Ding
muͤste  schon  viele  Menschenalter  hindurch  gedauert
haben,
            
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