Full text: Zeitschrift für österreichische Rechtsgelehrsamkeit und politische Gesetzkunde (Jg. 1828, Bd. 3 (1828))

Notizenblatt. 
werden den Vortrag des Verf. etwas zu breit finden; allein man 
hat Grund anzunehmen, daß er in demselben ein Mittel zur Errei¬ 
chung seines Hauptzweckes erkannt habe. 
R. R. von Egger. 
Dissertatio inauguralis de consiliis oecumenicis, quam 
in regia ac celeberrima scientiarum universitate hun¬ 
garica, superatis pro consequenda juris ecclesiastici doc 
toratus laurea praescriptis rigorosis examinibus an¬ 
nuente inclyta Facultate juridica una cum thesibus ad¬ 
nexis publicae eruditorum disquisitioni subjicit En¬ 
gelbertus Winkler, S. ac Ex. Ordinis Cistercien¬ 
sis Presbyter, et in Reg. Gymnasio Agriensi Profes¬ 
sor. Pestini, typis nobilis Mathiae Trattner de Petroza, 1827. 
(8.; 48 Seiten). 
Der Hr. Verfasser hat diese Abhandlung seinem Abte von Zircz, 
Pilis und Pasztó, Ferdinand Villax, gewidmet. Die am Ende an¬ 
gehängten Positiones sind ex jure naturae, publico universali, 
gentium, ex historia juris ecclesiastici, ex jure ecclesiastico 
publico, ex jure eccl. publico particulari regni Hungariae, ex 
jure eccl. privato communi und ex jure eccl. priv. regni Hunga. 
riae insbesondere ausgestellt, unter welchen die ex jure naturae ei¬ 
nen traurigen Stillstand in der philosophischen Rechtslehre beurkun¬ 
den. Titel, Dedication und Theses nehmen von den 48 Seiten 13 
weg, mithin bleiben für die Abhandlung noch 35 ziemlich groß ge¬ 
druckte Seiten übrig. Hieraus wird sich wohl Jedermann selbst leicht 
bescheiden, daß in der Abhandlung keine eigenen Untersuchungen des 
Verfassers zu suchen seyen; aber die gewöhnlichen Fragen über die 
allgemeinen Concilien sind von ihm nüchtern beantwortet und mit 
den bekannten Gründen unterstützt. Nur in einem Puncte können wir 
dem Verf. nicht beystimmen. Er behauptet §. 13, daß den weltlichen 
Fürsten vi potestatis circa sacra das Recht zukomme, synodos 
generales convocandi. Ein weltlicher Fürst hat zwar das Recht 
bey Religions=Zwistigkeiten, welche die Ruhe des Staates stören, die 
Bischöfe seines Staates in ein Concilium zu versammeln, um wo 
möglich, durch die Entscheidung dieses Conciliums die Religions¬ 
spaltung unter seinen Unterthanen zu heben und so die Ruhe des 
Staates wieder herzustellen; aber ein allgemeines Concilium kann 
aus einer solchen Versammlung nur zufälliger Weise dann werden, 
Max-Planck-Institut für
	        
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