Full text: Zeitschrift für österreichische Rechtsgelehrsamkeit und politische Gesetzkunde (Jg. 1845, Bd. 1 (1845))

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Aphoristische Bemerkungen über das Verhältniß des Ver¬ 
nunftrechtes überhaupt, und insbesondere des natürlichen 
Privatrechtes zum positiven Rechte. 
Vom 
Herrn Dr. Eduard Herbst, 
Supplenten bei der Lehrkanzel des Vernunft- und österreichischen Criminalrechtes 
an der k. k. Universität zu Wien. 
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Seit der Zeit, als das Vernunftrecht anfing, sich einer von den verwand= 
ten Disciplinen abgesonderten Behandlung zu erfreuen, ist es herkömm¬ 
lich geworden, den Compendien und Lehrvorträgen über diese Wissen¬ 
schaft als oberste Eintheilung die in das natürliche Privat- und 
öffentliche Recht zu Grunde zu legen, und im ersteren die nach 
dem Ausspruche der Vernunft vor, und abgesehen von dem Dasein 
einer staatlichen Verbindung zustehenden Rechte nachzuweisen. Es 
wurde anerkannt, jener Theil der Rechtwissenschaft habe den letzten 
Gründen des Rechtes überhaupt nachzuforschen, die Aufgabe des 
Rechtgesetzes — vernunftgemäße Gliederung der socialen Verhält¬ 
nisse frei nach der Jdee des Sittlichen strebender Menschen — aufzu= 
zeigen *), und sodann, — (ohne sich in eine vorläufige Entschei¬ 
dung über die Vernunftnothwendigkeit des Staates, oder den Recht= 
fertigungsgrund des bürgerlichen Gehorsams einzulassen, vielmehr 
solche Entscheidung durch die gedachte abgesonderte Behandlung erst 
vorbereitend) — die durch die Rechtidee, unabhängig von einer 
bürgerlichen Oberherrschaft, dem Einzelnen gewährten Gestattungen 
*) Daß hiebei auf das blos logische Element der Wissenschaft, und auf 
die begriffliche Auffassung mitunter zu viel Gewicht gelegt wurde, daß 
man mit Aufstellung eines Rechtprincipes, oder s. g. obersten 
Rechtbegriffes größeres, als dadurch in Wahrheit erzielt war, gethan 
Max-Planck-Institut für
	        
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