Full text: Zeitschrift für österreichische Rechtsgelehrsamkeit und politische Gesetzkunde (Jg. 1832, Bd. 2 (1832))

Benoni: über das Pfandrecht. 
XVII. 
Ist es denn auch wirklich wahr, daß irgend wo 
unter der Herrschaft des österreichischen allge¬ 
meinen bürgerlichen Gesetzbuches dem Verkäufer 
in Rücksicht seiner Kaufschillingsforderung, für 
welche keine Hypothek bedungen wurde, noch 
immer ein gesetzliches Pfandrecht auf das 
veräußerte unbewegliche Gut eingeräumt wird? 
Erörterung 
des Herrn D. Joseph Benoni, 
k. k. Hofrathes der obersten Justizstelle, Mitgliedes der Hofcommission 
in Justizgesetzsachen u. s. w. 
§. 1. 
Diese Frage wird in Beziehung auf Mähren in einer dazu 
gewidmeten Abhandlung *) bejahend beantwortet, und dieselbe 
Behauptung in einer Anmerkung auch auf Böhmen ausge= 
dehnt. Sie soll durch die mährische Cridaordnung vom 2. May 
1644, und durch die Novelle Ee. XXXII. zur böhmischen 
Landesordnung, in Verbindung mit der Unvollkommenheit der 
Grundbuchsverfassung in diesen zwey Ländern, gerechtfertiget 
seyn. 
Eine solche Lehre bliebe, wenn sie gegründet wäre, nicht 
innerhalb dieser Gränzen. Sie würde auch in dem lombardisch¬ 
venetianischen Königreiche, in Dalmatien, in Tyrol, und über= 
*) Im August=Hefte 1831, Nr. VIII. dieser Zeitschrift. 
VII. 
Max-Planck-Institut für
	        
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