Full text: Österreichische Zeitschrift für Rechts- und Staatswissenschaft (Jg. 1849, Bd. 1 (1849))

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Hauptblatt. 
fortgesetzt werden, geschlossen sein werden, und von diesem Tage an das 
Reichsgesetzblatt die einzige, vollständige und authentische Quelle der Ge¬ 
setze sein wird, werden sich nach Verlauf von Jahren die österreichischen 
Richter nicht genug wundern können, aus wie vielerlei Quellen ihre Vor¬ 
gänger die Grundsätze ihrer Entscheidungen mühsam zusammensuchen muß= 
ten. Dagegen wird aber auch der Fleiß jener Schriftsteller, welche durch 
ihre Werke diese Mühe so viel möglich zu verringern strebten, stets mit 
dem rühmlichsten Danke erwähnt werden. 
Die zweite Abtheilung, nämlich die Darstellung der Literatur, 
zerfällt in zwei Hauptabtheilungen, je nachdem die Schriften entweder 
die Strafgesetzgebung selbst, oder deren Hilfswissenschaften berühren. 
Die erste dieser Unterabtheilungen theilt der Herr Verfasser wieder 
in drei Theile, indem diese Schriften entweder das Strafgesetz als Gan¬ 
zes, oder größere Abtheilungen, oder einzelne Anordnungen desselben zum 
Gegenstande haben. 
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Unter den Schriften, welche das Strafgesetz als Ganzes behandeln, 
führt der Herr Verfasser die Commentare, Repertorien und Recensionen 
über dasselbe auf. — In der zweiten Unterabtheilung stellt der Herr Ver¬ 
fasser zusammen die Abhandlungen über bösen Vorsatz, Zurechnungsfähig¬ 
keit, Mitschuld und Theilnahme, Versuch, Gesetzesauslegung, Tödtun= 
gen, Zweikampf, Veruntreuung, Betrug und Verjährung, insofern 
nämlich diese Materien als Ganzes, und nicht in Rücksicht auf einzelne 
Anordnungen der einschlägigen Gesetzesparagraphe behandelt werden. In 
dieser Beziehung fällt nur auf, daß deßungeachtet in der dritten Unter¬ 
abtheilung bei den §§. 1, 2, 5, 7 und 140 Aufsätze eingereiht sind, 
welche füglich in die zweite Unterabtheilung hätten aufgenommen werden 
sollen, ohne daß der Herr Verfasser diese verschiedene Einreihung auf irgend 
eine Art näher begründet. 
In der dritten Unterabtheilung, jene Schriften enthaltend, welche 
einzelne Theile des Gesetzbuches über Verbrechen zum Gegenstande haben, 
hat der Herr Verfasser durchaus die in seinen beiden Handbüchern bei 
Einreihung der Nachtragsverordnungen beobachtete Methode angewen¬ 
det. Er führt jede einzelne Abhandlung bei jenem Absatze des Kund¬ 
machungspatentes oder bei jenem Gesetzesparagraphe an, auf welchen sie 
sich zunächst bezieht, und wenn sie mehrere einzelne Anordnungen des Ge¬ 
setzes zum Gegenstande hat, so wird die betreffende Stelle eben dort 
Max-Planck-Institut für
	        
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