Full text: Teutsche Staatskanzley (Jg. 1800, Bd. 4 (1803))

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rechten Ufer höchst wichtigen feindlichen Posten 
Brandenburg, obwohl er vom Feind stark besezt 
war, durch den Generalmajor Frenel angreifen 
lassen, und mit einem geringen Verlust sich die= 
ses Postens bemeistert, wobei eine Zahl feindli¬ 
cher Gefangener eingebracht wurde, und das 
zweite Peterwardeiner=Bataillon durch Tapfer = 
keit sich ausgezeichnet hat. — Der schon öfters 
angeführte Rittmeister Graf Mier ist mit einer 
Anzahl bewafneter Bauern den 28. Mai im 
Kinzingerthal vorgerükt, wo er den Feind überall 
vertrieb, viele Gefangene eingebracht, und den 
Feind bis in die Verschanzungen von Kehl zu= 
rükgeworfen, sodann aber sich nach Haslach gezo= 
gen hat, um mit dem Obrist=Lieutenant Grafen 
Wallmoden von Meerveld Uhlanen, welcher eben= 
falls in dortiger Gegend zu streifen Befehl hat, 
gemelnschaftliche Sache zu machen, und dem Feind 
Abbruch zu thun. — Da des Feindes jezige 
Stellung durch die herumgelegene Waldungen 
allenthalben sehr begünstigt ist, und von dem= 
selben beständig allerlei Bewegungen vorgenom¬ 
men werden, und die hierüber, wie auch in An= 
sehung seiner Stärke eingelaufenen Nachrichten 
immer sehr verschieden gelautet haben, so be= 
schloß der Feldzeugmeister Baron von Kray, am 
5. mit einem Theil der Armee eine solche Re¬ 
kognoscirung vorzunehmen, wodurch er in die 
zuverläsige Kenntniß des einen und des andern 
sich sezen konnte. Die unter dem Feldzeugmei= 
ster Baron von Kray vorgestossenen Truppen fan= 
den 
Max-Planck-Institut für
	        
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