Full text: Teutsche Staatskanzley (Th. 34 (1796))

1) Zweibrücken wider die 
Das Recht der Reichsunmittelbarkeit und 
die ohnumschränkte Ausübung der Landeshoheit 
in dessen Besitzungen im Elsaß gebührte also 
dem Chur= und Fürstlich Pfälzischen Gesammt= 
hauß ohnstreitig. Wann demnach die Lage der 
Sachen die Pfalzgrafen nach dem Vorgang an= 
derer Reichsstände bewogen, der Krone Frank¬ 
reich die königliche Oberherrschaft in sothanen 
Landen zuzugestehen, und verschiedene Einschrän= 
kungen der Landeshoheit nachzugeben, so geschahe 
dieses nicht anderst, als durch eine freywillige 
Entsagung auf die Verbindlichkeit, welche der | | 
König in obbenannten beyden Friedensschlüssen 
uͤbernommen gehabt. Allein dadurch, daß die 
Pfalzgrafen mit der Krone Frankreich über ge= 
wisse Schranken der Landeshoheit sich vereinigt, 
haben dieselbe keineswegs die Befugniß, solche 
noch enger nach bloser Willkuͤhr einseitig einzu¬ 
schranken, viel weniger sothane Landeshoheit ganz 
und gar zu vernichtigen zugestanden. 
Des regierenden Herrn Herzogs zu Pfalz¬ 
zweybrücken Hochfurstliche Durchlaucht, Höͤchst 
welce von der ersten Zusammenberufung der 
Stände in Frankreich an, von Sr. Allerchrist= 
lichsten Majestät die beruhigendeste Versicherung 
erhalten hatten, daß Hochst Dero Rechte und 
Gerechtsame unverletzt bleiben sollten, waren 
dahero äusserst befremdet, als die bekannt= | | 
Schlüsse der Nationalversammlung auch in de= 
nen Pfalzzweybrückischen Besitzungen im Elsaß 
vollzogen zu werden beginnten. 
Höchst 
Max-Planck-Institut für 
euro
	        
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