Full text: Teutsche Staatskanzley (Th. 5 (1784))

amt zu Gengenbach betreffend. 335 
die puncta, welche er zu beschwören hat, vorge= 
lesen werden, welches dann von mir Oberschaf¬ 
nern folgendergestalten geschehen. 
Erstlich soll ein jeweiliger Schultheiß schwö= 
ren dem Herrn Prälaten und seinem Gottes¬ 
haus getreu und hold zu seyn, dessen Nuzen 
befoͤrdern, Schaden warnen und wenden nach 
bestem seinem Vermögen. 
2d0 Soll er sich des Staabes hinfürter 
gebrauchen, und niemanden, so Recht begehret, 
selbige versagen, sondern männiglichen mit¬ 
theilen, und so lang er lebt, den Staab füh= 
ren, die liebe Justiz handhaben, und niemand 
zu lieb oder zu leid selbige administriren, da¬ 
mit also des Staabes. Gerechtigkeit gehand¬ 
habet, und nicht etwann durch Verweigerung 
Rechtens in Gefahr gesezet würde | 
Darneben alle Sachen, so erwann wegen 
des Gotteshauses möchten fürkommen, als de= 
ren seynd jährlich Zehenden=Gülten Zinseintrei¬ 
bungen rc. zu Frieden und guten Mitteln rich= 
ten, darzu verhülflich seyn, und worinnen das= 
selbige befugt, defendiren, dann Jhro Gnaden 
nichts anders als wozu dero Gotteshaus wohl 
befugt, an sich zu bringen oder zu defendiren, 
dadurch dann so wohl zwischen Jhro Gnaden 
und löblicher Stadt ein friedliebendes Wesen 
und gute Verständnis erhalten werde. 
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Max-Planck-Institut für
	        
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