Full text: Teutsche Staatskanzley (Th. 5 (1784))

332 9.) Streit das Reichsschultheisen | | 
werden, als vorhin bekannt, daß dessen Herr 
Vater seel. Herr Johann Bender diesem Amt 
wiewohl nur 3 Jahr mit großen Lob und Ei¬ 
fer vorgestanden, einfolglichen er auch nach sei= 
nen preißwuͤrdigen erhebten Qualitaten in seine 
Fußstapfen eintreten, und den Staab also füh= 
ren werde, daß so wohl das Gotteshaus als 
gemeines Stadtwesen hierab alle Freud und 
Vergnügen haben werde, welches hiemit aus 
Befehl Sr. Gnaden vortragen, und von C 
E. Rath das weitere vernehmen wollen, um 
ehester Tagen, alter Observanz gemaͤß die In¬ 
vestitur vornehmen zu können. 
Worauf der neu denominirte Schultheiß 
aufgestanden, und sich höchstens bedanket, daß 
Sr. Gnaden Jhne mit solch hoher Gnad an= 
sehen, und auf seine geringe Person dieses Ver= 
trauen sezen wollen, mit dem Beisaz ihme je¬ 
doch eine weit groͤßere Gnad beschehete, wann 
dieselbe dieses Amt einem andern conseriren 
wurden, Ursachen ihme die vielleicht praͤsumirte 
Capacitæt und Tüchtigkeit nicht beywohnete. 
Müßte jedoch indessen vernehmen, was ein 
löbl. Magistrat hierüber antwortete. Worauf 
da man abgetretten- und wieder berufen wor¬ 
den, Herr Kling regierender alter Staͤdtmei¬ 
ster praemissis curialibus von Sr. Gnaden die 
große Consolation E. E. Raths mit mehre= 
rem contestirte, daß dieselbe ihre preces in so¬ 
weit gnädig erhört, und einem ihrer Raths= 
gliedern 
Max-Planck-Institut für
	        
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