Full text: Teutsche Staatskanzley (Th. 5 (1784))

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Erben gegen Erbach. 
§. 17. 
3) Die Stammsbettern sind nicht schuldig, un 
consentirte Schulden zu bezahlen. 
Die unmittelbare Folge dieses unbezweifel¬ 
ten Grundsatzes zeiget sich nun insonderheit in 
Ansehung der Verbindlichkeit der Stamms= 
vettern zu Bezahlung derer von dem vorigen 
Besitzer contrahirten Schulden. Es ist nehm¬ 
lich in dem Fall, wenn nicht der Sohn des 
Schuldners, sondern Stamms= und Lehens= 
vettern in Lehen und Familiensideicommissen 
succediren, unbestrittenen Rechtens, daß sol¬ 
che die Schulden des Verstorbenen nur als¬ 
dann zu bezahlen verbunden sind, wenn selbi= 
gel zentweder zum wahren Besten des Lehen¬ 
oder Stammgutes erweislich verwendet wor¬ 
den, oder die Agnaten ihre Einwilligung zu 
deren Contrahirung ertheilet haben. 
II. F. 45. Ge. Beyer de obligat. suc¬ 
cessoris illustris; in Vol. dissert p. 326. 
saq. J. P. de Ludewig de obligatio¬ 
ne successoris in principatus & clien¬ 
telas. c. 6. T. I. opusc. miscell. 
p. 638. sqq. de Wernber P. 2. 
obs. 495. Mevius P. I. d. 38. 
Hertius T. I. resp 18. J. H. Beh- 
mer T. I. P. II. resp. 58. n. 8. sqq. 
respons. 118. n. 5. sqq. 
Nan 
14 
Max-Planck-Institut für 
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