Full text: Beyträge zu Reichsritterschafftlichen Sachen (St. 1 (1775))

224 II. Geschichte der Reicheritterschafft rc. 
auch, wo er sich deßen weigern wuͤrde, ihne mit Spott 
hinwegzuweisen; 
22. die eigene Leute seyen zu handhaben, und nicht zu 
gestatten, daß sie von denen von Adel ausgetrieben oder 
verdruckt werden; 
23. wann der Adel weiter ansuche, solle man ihnen 
keine Antwort geben, oder sich sonst mit ihnen einloßen, 
noch ohne die Andere hierinn handlen. 
24. Wann die Ritterschafft auf künfftigem Reichs= 
tag die Sache weiter treiben wollte, solle man gute Cor- 
respondenz mit einander halten, und communicato con¬ 
silio handlen; 
25. Man solle sich weder vor dem Kayser, noch auch 
mit ihnen, in keine besondere Tractaten einlaßen; 
26. gemeinschafftlich berathschlagen: Ob diejenige, 
so diesem Werck verwandt, nicht mit Fug moͤchten der 
Felonie beklagt, oder sonst gebuͤhrliche Strafe gegen ih¬ 
nen vorgenommen werden? 
27. Die Chur= und Fürsten sollten sich nicht mit ih= 
nen zu gemein machen; viel weniger 
28. ihnen in groben offenbaren Lastern und Untu¬ 
genden nachsehen, sondern wie gegen Andern die Justiz 
ergehen laßen. 
29. Wann auf solche Ritterliche Verwandtniß et¬ 
was thätliches gegen einen Chur- oder Fuͤrsten vorge¬ 
nommen wuͤrde, wollen sie einander mit Rath und That 
beystehen. 
Endlich solle man auch Pfalzgraf Wolfgangen und 
dem Landgrafen zu Hessen von allem diesem Nachricht er¬ 
theilen: 
Alles aber solle auf Relation und Ratification der 
Principalen ausgestellet seyn. 
Ob nun diese Ratification erfolget seye? weiß ich 
nicht. 
(Die Fortsetzung folgt.) 
Ende des ersten Stücks. 
Max-Planck-Institut für
	        
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