Full text: Beyträge zu Reichsritterschafftlichen Sachen (St. 1 (1775))

unter Kayser Ferdinand I. 
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man zuvor sich erkundigen: Ob sie diesem Werck anhan= 
gen? auch, nach Gelegenheit, sie deswegen ihrer Dienste 
erlaßen; 
8. Die Gewohnheiten der Lehenhöfe sollen fleißig 
notirt, und, wie es hergebracht, selbigem nachgesezet; 
als 
9. die Appellationen nicht gestattet; 
10. sie, wie sich gebühre, nach Ausweisung der 
Privilegien, vorbescheiden; und 
11. die Austräge denselbigen gemäß angestellet; 
12. ihre neue Umgelde, auch 
13. Aufrichtung neuer Halsgerichte in den Chur= 
und Furstenthümern, auch ganzen Begriffen und Terri= 
torien derselbigen, nicht gestattet; 
14. denen Reichsconstitutionen mit dem Nacheilen, 
und was darunter möchte vorlauffen, stracks in ihren 
Flecken und Häusern nachgesezt; 
15. die Geleite stracks gehandhabt; und 
16. nach denselbigen die Territoria der Chur= und 
Fürstenthuͤmer gerichtet und gehalten, hingegen aber de¬ 
rer von Adel vorgegebene vermeinte und nichtige Territo¬ 
ria abgetrieben; 
17. ihnen keineswegs zugelaßen werden, die Eigen= 
thums=(Lehens=) Unterthanen und Angehörige zu schä= 
zen, oder 
18. einige Neuerung aufzurichten. 
19. Solle man die hergebrachte Füͤrstliche Gerecht¬ 
same etwas ernstlicher, dann bißhero geschehen, handha¬ 
ben; sonderlich gegen denenjenigen, so diesem Werck ver¬ 
wandt; 
20. seye nach ihrer vermeinten Matricul zu trachten. 
21. Wann künfftig einem Chur= oder Fürsten etwas 
weiter von Privilegien, oder anderem, etwas insinuirt 
oder praͤsentirt werden wollte, seye es keineswegs anzuneh- 
men, sondern die Notarien oder Gesandten mit Ernst an¬ 
zuhalten, in specie anzuzeigen und vorzulegen, von wem 
er abgefertigt? wo sein Credenz? wer sich unterschrieben? 
und wer sonsten seinem anbefohlenen Geschäfft zugethan? 
auch, 
Max-Planck-Insti
	        
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