Full text: Beyträge zu Reichsritterschafftlichen Sachen (St. 1 (1775))

222 II. Geschichte der Reicheritterschafft 
Sanctionem, mit Zuthun Kayserlicher Maj. aufgehebt, 
oder b) von dem Kayser ex officio caßiert, c) auch 
kuͤnfftig dergleichen Confoderationen und Ordnungen nicht 
gestattet, viel weniger confirmiret werden. 
3. Ob gleich die geistliche Chur= und Fürsten, als 
mehreren Theils gebohrene von Adel, Bedencken dabey 
haben moͤchten; so lerne man doch a) hiebey die Gemuͤ¬ 
ther kennen; b) da solche Confoͤderationen bißhero mei- 
stentheils üͤber Geistliche hinausgegangen, doͤrffte viel¬ 
leicht ihnen eben so wohl, als denen Weltlichen, mit Ab¬ 
stellung solcher Confoͤderationen gedient seyn. 
Wurde der modus verabredet, wie die Sache 
auf dem Deputationstag zu unterbauen seye. 
5. Sollte auf diesem Deputationstag nichts frucht¬ 
barliches geschloßen werden, und einer oder mehr dieser 
Chur= und Fürsten nöthig achten, das Werck weiter zu 
treiben, solle alles gemeinschafftlich geschehen. 
II. Seye kein beßeres Mittel, als daß sich die Chur= 
und Fürsten bey ihren Rechten und Herkommen rc. selb¬ 
sten handhaben, und keine Neuerung einzuführen gestat¬ 
ten; welches (nach eines jeden Landes Gelegenheit,) auf 
folgende Art zu Werck gerichtet werden koͤnne 
1. Wo denen von Adel ihre Güter bißhero aus 
Gnaden zollfrey gelaßen worden seyen, solle es ihnen ab- 
gestrickt werden. 
2. Man solle denen von Adel die Pfandschafften 
aufkünden und ablösen; desgleichen ihnen 
3. die Gnaden=Jagden abkünden, und andern verlei= 
hen, so diesen Sachen nicht verwandt seyen. 
In neuen und Gnaden=Belehnungen solle man 
diesem Werck stracks vorkommen; 
5. Auch in gemeinen Belehnungen das Juramen- 
tum fidelitatis wohl herausstreichen; wie man sich des¬ 
sen einer Notul vergleichen moͤchte; 
6. Seyen sie zu denen gewohnlichen Lehendiensten 
mit Ernst anzuhalten; 
7. Wann sie zu Räthen, Hofämtern, Amtleuten , | 
ader auch zu Provisonern, angenommen werden, solle 
man 
Max-Planck-Institut für
	        
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