Full text: Beyträge zu Reichsritterschafftlichen Sachen (St. 1 (1775))

unter Kayser Ferdinand I. 221 
zugethan, oder b) da der Adel mit der Landsaßerey 
verwandt, vorzunehmen, sehr bedencklich falle, und 
2. nicht allein die dieser Sachen unverwandte A= 
delspersonen, und der Stände vertraute Räthe, vor den 
Kopf gestoßen, unwillig gemacht, und allerhand Miß= 
trauen erweckt, sondern auch 
3. die Andere erst damit zusammengetrieben, und 
ihnen Ursach gegeben werde, sich desto mehr in Acht zu 
nehmen: 
Es seye also noch zur Zeit auch mit diesem Mittel 
in Ruhe zu stehen: Jm Fall aber ein Chur= oder Fürst 
sich darzu entschließen wollte, sollen auch der andern 
Chur= und Fürsten Gesandten darzu verordnet werden / 
damit man sehe, daß sie einerley Sinnes seyen. 
IV. Seye vorgeschlagen worden: Bey einer vor= 
seyenden Ritterschafftlichen Zusammenkunfft zu Ulm ihren 
vermeintlichen Privilegien durch Notarien und Zeugen 
zu widersprechen. 
Es möchte aber 
1. dieses denen Chur= und Fürsten für verkleiner= 
lich angesehen werden; 
2. man könnte dadurch mit der Ritterschafft aber= 
malen leicht in Disputation; oder 
3. in den Verdacht kommen, als müßten sich Chur= 
Fürsten vor diesem nichtigen Werck etwas foͤrchten; wo¬ 
durch 
4. die Bundesverwandte desto mehr in ihrem Vor= 
haben gestärcket würden. 
Das räthlichste seye also: 
I. 1. Auf dem bevorstehenden Reichs=Deputations Tag 
zu Worms, wann von Handhabung des Landfriedens ge= 
handelt werde, vorzustellen, wie diese und dergleichen 
Bündniße nicht die geringste Verhinderung seye, warum 
(wie aus dem Grumbachischen Handel zu ersehen.) dem 
Landfrieden nicht nachgesezt, und daß den oberläͤndischen 
Chur= und Fürsten die, so die Execution mit helffen 
thun sollten, entzogen werden; 
2. darauf zu arbeiten, a) daß es per pragmaticam 
San¬ 
Max-Planck-Institut für
	        
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