Volltext : Juristisches Wochenblatt (Jg. 3 (1774))

Juristisches  Wochenblatt.
det  doch  seines  Vater  Gebuwe  of  sine  Lene  mit
mereme  Rechte,  den  der  sin  erbe  ist  nach  Lantrechte. -

§.  10.
Eben  diese  Sächsische  Gewohnheit  wird  in  einem, -
  aus  Kayser=Land=Lehn=  und  Weichbild=Rechten, -
  im  Jahr  1388.  zusammengetragenen
Rechtsbuche,  im  1.  Buche  Cap.  22.  Distinct.  6.
folgendergestalt  angeführet:
Hat  eyn  man  eyn  Zon  d'  syn  Lenerbe  ist,  vund
nicht  syn  erbe  noch  Lantrechte,  h'  behelt  noch
synes  Vat'  Recht,  vund  syn  gebuwe  of  synne
Len,  myt  merem  rechte  den  d',  der  syn  erbe
ist
Saxonicarum  tit.  28.  p.  73.  gesprochen,  jedoch
wider  das  Sachsenrecht  beygefüget;
Und  ist  der  Lehnherr  mehr  nicht,  als  was  die
Rudera  davon  mochten  werth  seyn,  zu  bezahlen -
  pflichtig.
Wobey  Beatus  zur  Erläuterung  beyfüget:  quod
ad  aestimationis  refusionem,  quum  in  Saxonico -
  jure  expressum  textum  de  ea  non  habeamus, -
  sequimur  jus  civile,  quod  vult,  illam
refusionem  non  secundum  valorem  aedificii
adhuc  stantis,  sed  juxta  rudera  esse  faciendam.
Conf.  Constit.  Elector.  Saxon.  31.  P.  3.  et  Christ.
Godofr.  Hoffmanni  diss.  de  jure  separandi  allodium -
  a  feudo,  Cap.  2.  §.  4.  p.  34.  nec  minus
de  Senckenberg  de  feudis  Brunsvicensibus  et
Luneburgicis,  Cap.  1.  §.4.  er  Cap.  5.  §.  49.
Max-Planck-Institut  für
            
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