Full text: Wetzlarische Beyträge aus der Reichs-Praxi dasigen Höchsten Reichs-Gerichts (Bd. 1, Th. 2 (1763))

3 Von dem Unterscheid zwischen einer Land¬ 
Gleichwie nun ex fine & proposito jedwede 
Action am Besten zu beurtheilen, so siehet man 
hieraus gantz deutlich, daß es allhier nicht um 
ein Publiques=sondern ein Privat-Werck zu 
thun gewesen, bey welchem die Westerburgische 
Raͤthe allerdings uberlegen sollen, daß gleichwie 
Jura singulorum Incolarum, also auch noch mehr 
die Jura der Condominae in Jurisdictionalibus 
mit einschlagen. 
§. 10. 
Man gestunde 
demnach dem Landes=Herrn 
ein, daß derselbe eine General-Land-Maaß 
vornehmen koͤnne, ohne das Gericht zu Mons¬ 
heim dazu zuziehen, oder dessen Cognition zu 
verlangen, und daß die Mit-Gerichts-Herrschafft 
darein consentire, wann nur die Land-Maaß 
in genere, und in Terminis habilibus genom¬ 
men werde, das ist, wann man nur das Land 
messe, um etwa zu sehen, was ein- oder ander 
Possessor an Schatzungen entrichten muͤsse, nicht 
aber so bald es darauf ankomme, wann ein- oder 
ander Unterthan zu wenig zu geben angebe, und 
das abgehende von seinem Nachbar fordere; mit¬ 
hin daß dieses abgehende von einem andern weg¬ 
genommen, die Forchen geaͤndert, und neue Stei¬ 
ne gesetzet werden muͤssen, wo alsdann es bey ei- 
ner Land-Maaß nicht bleiben, sondern eine Ge¬ 
richtliche Cognition erfordert werde. Woraus 
folge, daß, wann das Gericht zu Monsheim zu 
der vorgewesenen Land-Maaß adhibiret wer¬ 
den muͤssen, selbige nicht anders, als nomine 
utrius¬ 
Max-Planck-Institut für
	        
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