Full text: Wetzlarische Beyträge aus der Reichs-Praxi dasigen Höchsten Reichs-Gerichts (Bd. 1, Th. 2 (1763))

2 Von dem Unterscheid zwischen einer Land¬ 
2. 
Daß einem Landes-Herrn die Land-Mes¬ 
sung, und die Setzung der Bann- und Marck¬ 
Steine, wann unter denen in seinen Landen ge¬ 
legenen Dorffschafften, Flecken und Staͤdten we¬ 
gen ihrer Graͤntzen Streit und Zwietracht entste¬ 
hen, ingleichen wann er zu Richtigstellung der 
Steuren und Schatzungen seinen Unterthanen, 
und zwar eines Orts gegen den andern ein or¬ 
dentliches Catastrum errichten lassen will, die An- 
stellung und Beeydigung derer Feld= und Land¬ 
Messer vi Superioritatis Territorialis gebuͤhre, 
und daß sich ein- oder der andere Gerichts-Herr 
dieser Jurium supereminentium nicht anmassen 
dorffe, solches wird wohl Niemand laͤugnen. 
Allein in Casu praesenti war der Streit nicht, 
ob denen Landes-Herren solche hohe Jura com- 
petiren, und zoge dieses Klaͤgerin in keinen Zweif¬ 
fel, sondern es war bloß die Frage: Ob die Feld- 
Messung und Stein-Setzung, welche der Graͤf¬ 
liche Beklagte Theil in loco Monsheim vorge¬ 
nommen, von der Art und Beschaffenheit seye, 
daß Klaͤgerin als Condomina uber das Gerichte 
daselbst, habe dabey concurriren mussen? 
3. 
Vor Erorterung dieser Frage stehet billig zu 
bemercken, daß das Wort Feld-Messung, we¬ 
niger nicht als die Ausdruͤckung Stein-Setzen 
sehr general und zweydeutig seyen, und so wohl 
von Land= als Dorff= und Marck-Messungen, wie 
auch von Land= und Dorff=Gräntz=Steinen, des= 
gleichen 
Max-Planck-Institut für
	        
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