thumbs : Zeitschrift für Civilrecht und Prozeß (N.F. Bd. 18 (1861))

42 BolgLano, auö Mangel der Sachlegittmation
„■— — Quod Bethmann-Hollweg ita accipit, ut
is, qui egerit, se dominum vel patronum esse, dixerit, opor-
teat. At qui se non dicit dominum vel patronum esse,
omnino non admittendus est ad status quaestionem alteri
movendam. Plic autem sermo est de statu quaestione, quae
jam facta sit a non justo contradictore; de hoc igitur, an
contradictor se patronum vel dominum dixerit, non jam
dubitari ac quaeri potest. Queritur, num sententia talis sit,
qualis etiam ab extraneis pro veritate habeatur; quod non
contingit, si quis se quidem patronum dixit, sed fraudulenter.
Itaque non tam is, qui se non dicat dominum
vel patronum, quam is, qui se fraudulose dixe-
rit, injustus contradictor habendus est.“
2) Eine andere Stelle, worauf sich v. Linde beruft, fr. 47
pr. D. (42. 1) lautet:
„De unoquoque negotio praesentibus omnibus, quos
causa contingit, judicari oportet; aliter enim judicatum tan-
tum inter praesentes tenet.“
Allein diese Stelle beweist eher für das Gegentheil, denn
darnach soll sich die Wirksamkeit des Urtheils bloß auf die strei-
tenden Theile beschränken und weiter Niemand binden.
Vgl. Plank und Sintenis a. a. O.
3) In der 7. Auflage seines Lehrbuchs beruft sich Linde
auch noch auf
fr. 36. D. fam. ercisc.,
welche Stelle ebenfalls Bethmann 1. c. S. 113—15 zu inter-
pretiren versucht hat.
Der Inhalt der ganzen Stelle ist kurz dieser. Wenn ein
Erbe mit einem andern, den er fälschlich für seinen Miterben

sei also derselbe nicht gehindert, seinerseits mit der Statusklage hervorzutreten.
Bnlow kömmt somit zu dem Resultat, daß bei den Statusklagen die Wirk-
samkeit der res jnäioatn sich keineswegs auf jeden Dritten erstrecke, sondern
nur auf jene, welche nicht aus eigenem Recht den 8tatn8 anfechten können. —

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