Sechster Abschnitt. — Actio spolii.
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führt". Noch bestimmter ist der ganze Standpunkt in dem
Gesetze von Kaiser Friedrich II. für Neapel) bezeichnet,
welches sich an das c. Saepe anlehnend die Besitztlagen noch
weiter auch gegen den redlichen dritten Besitzer zuläßt:
quodam juris rigore circa destitutores violentos
inducto, quod destituto contra destituentem tantum vel
eius heredes restituendae possessionis beneficio succurrebat,
nec contra eum, in quem ab ipso violento transferebatur
possesio, ad recuperandam eandem aliquod remedium induelec ¬
¬
— disponimus: per violentiam destitutum
tionem habere, utrum ipsum destituentem — ad interesse
convenire, — vel detentorem, qui ab eiectore causam
habet, per quascunque manus possessio ambulaverit, sive
sciens sire ignorans fuerit, possessionem recuperare velt
amissam, condictione ex lege praesenti ad recuperandam
possessionem ipsam indulta. Saepe enim contingebat, ut
qui a possessione cadebat, dum vel probationes de domimio
non habebat, — omni remedio se inveniebat exclusum.
Bei diesem Gesetze läßt sich in gar keiner Weise bezweifeln,
daß es vom Besitzesschutze wegen Dejection durch das interd.
I. V. ausgeht, in der Beschränkung des Interdicts auf den
vig
Deicienten einen unpassenden „rigor ims, sieht, und deshalb
im Falle der Veräußerung der Sache vom Desieienten dem
Deicirten die Wahl giebt zwischen der Klage gegen den Besicienten ¬
auf Ersatz und gegen jeden späteren Besitzer, „sl.
ve sciens sive ignorans fuerit“, auf die Sache selber. Als
legislativer Grund wird am Schlusse angegeben, daß dadurch
dem Eigenthümer die Wiedererlangung seiner Sache erleichtert
werden soll. Der eigentliche Zweck des Gesetzes ist daher der
Schutz der Eigenthümer, allein um ihnen die Erleichterung
zu schaffen, wird der Schutz allgemein auf den Besitz gestell,
1) Constitutiones regni Siciliae. 1, 26. Besitz im Mitt. S. 249.