Full text: Juristische Zeitung für das Königreich Hannover (Jg. 28 (1853))

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gen ist*), während es sich mit dem gesetzlichen Pfandrechte 
desjenigen, welcher zur Wiederherstellung eines zerstörten 
Gebäudes creditirt hat, anders verhält. (Das letztere 
Pfandrecht ist dadurch bedingt, daß baares Geld herge¬ 
geben ist, vgl. Seuffert's Archiv Bd. 1 Nr 187, wo na¬ 
mentlich ein diese Ansicht aussprechendes Erkenntniß des 
OAG. zu Celle angeführt ist, und Bd. 2 Nr. 266 dieses 
Archivs.) 
Die Wirksamkeit der gedachten Conventionalhypothek 
beginnt nach dem obenerwähnten Erkenntnisse vom 30. April 
1834 mit der Vollendung des Gebäudes. 
Factisch erklärte Zustimmung zur Aufhebung 
eines Cheverlöbnisses. 
In einem Bescheide des Consistoriums zu Hannover 
vom 16. Septbr. 1845 wurde angenommen: daß eine still¬ 
schweigende Einwilligung des Klägers in die Aufhebung 
des eingegangenen Eheverlöbnisses aus der Rückgabe und 
resp. Wiederannahme der Brautgeschenke allein mit Sicher¬ 
heit nicht zu entnehmen sei, zu dem Ende vielmehr die Ab¬ 
sicht des Klägers durch jene Handlung seine Zustimmung 
zur Aufhebung des Verlöbnisses zu erkennen zu geben, an¬ 
noch zu erweisen sei. Der oberste Gerichtshof zu Celle 
fand dagegen, in Gemäßheit des abändernden Erkenntnisses 
vom 16. Januar 1846, in den angeführten Thatsachen 
ohne Weiteres eine deutliche Willenserklärung, von dem 
Verlöbnisse zurücktreten zu wollen. 
Thibaut, Pandecten-R. (8. Aufl.) §. 788-1. Schweppes 
System des Concurses (3. Aufl.) §. 79. a. d. Mühlen¬ 
bruch's Pandekten (3. Aufl.) §. 311. §. 4. 
Vorage 
Staatsbibliothek 
Max-Planck-Institut für 
zu Berlin
	        
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