Full text: Juristische Zeitung für das Königreich Hannover (Jg. 14 (1839))

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daß sie durch Ertheilung des Freibriefes aus dem 
Leibeigenthume der Gutsherrschaft dieses praedii 
entlassen ist, 
wobei der von ihr gemachte Einwurf: daß sie den 
geständigermaaßen empfangenen Freibrief ohne ihr 
Zuthun zugesandt erhalten habe, um deswillen als 
durchaus unerheblich erscheint, weil laut des von 
dem gutsherrlichen Mandatar aufgenommenen Pro¬ 
tocolles vom 8. Febr. 1832 die dabei zugegen 
gewesene Implorantin und deren Ehemann zu 
den damaligen Verhandlungen wegen der gutsherr¬ 
lichen Genehmigung des über die Abtretung des 
Anerbrechts der Implorantin geschlossenen Contracts 
und namentlich zu der darauf in ihrer Gegen¬ 
wart geschehenen Dingung des Freibriefes 
für sie, ihre Zustimmung und Genehmigung er¬ 
theilt haben, die nachherige Zusendung des ausge¬ 
fertigten Freibriefes an die Implorantin mithin eine 
Folge ihrer eigenen Handlung war; schließlich 
durch die spätere Ablösung des Eggermanns-praedii 
aus dem Hörigkeits-nexus in den rechtlichen Ver= 
hältnissen der Implorantin zu dem Östermanns¬ 
praedio keine Veränderung hervorgebracht worden 
und ihr durch ihre Verandersettung auf ein anderes 
praedium ein Kraft des Gesetzes verloren gegan¬ 
genes Successions=Recht zu der Ostermanns=Stätte 
nicht revivisciren konnte, nicht zu gedenken, daß auch 
der Gutsherr sie nicht mittelst gebührender Quali¬ 
fication wieder zu demselben zugelassen hat; so stehet 
der angebrachten Appellation nicht zu deferiren . .. 
ät ile 
Max-Planck-Institut für
	        
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