Full text: Juristische Zeitung für das Königreich Hannover (Jg. 14 (1839))

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beobachtet haben, finden wir diese Characteristik, also auch 
die Zuverlässigkeit des obigen Fundscheins wieder. Auf¬ 
fallende Veranlassungen zur Apoplexie sind so wenig an¬ 
gegeben, als in der formellen Beschaffenheit des Körpers 
ein eigentlicher habitus apoplecticus erkannt werden 
kann. Indeß der eilige Gang nach ** und zurück an 
einem sehr heißen und trockenen Tage, der Genuß des 
Brannteweins daselbst, die gleich fortgesetzte körperliche 
Erhitzung durch Arbeit auf einem, dem Luftzuge ganz 
versperrten und unter einem Strohdache beklemmend hei¬ 
ßen Boden, die an solchen Tagen eigenthümliche, das 
Uebermaaß der Electricität begünstigende Luftbeschaffenheit, 
waren Momente, wohl hinreichend, um in einer bis zum 
fast vollbrachten Mannesalter ausgebildeten Constitution 
in welcher das cholerische Temperament vorherrschte und 
eine reichliche und überwiegend kohlen- und wasserstoff¬ 
haltige Blutbereitung und Ansammlung nachgewiesen ist, 
die freie Nervenkraft durch den Blutandrang zum Ge¬ 
hirn zu hemmen, zumal da das Bannsen der Garben, 
Vorüberbiegung des Körpers und anhaltende Neigung 
des Kopfes erforderte. 
Das verkehrte Benehmen, die Garben aus der Bannse 
wieder aufzunehmen, an einen andern Ort zu tragen und 
dort wieder in Hocken aufzurichten, war die erste Erschei¬ 
nung des gehemmten Bewußtseins und Vorläufer des 
Schlagflusses, das Hinsinken und die allgemeine Lähmung 
des Körpers, der vollends entwickelte Schlagfluß. 
Der Schlagfluß hat oftmals einen langsamen Ver¬ 
lauf und hinterläßt manchmal Schwäche der Nerven des 
Gehirns, der Sinne u. s. w. 
(Fortsetzung folgt.) 
Gedruckt bei A. Pockwitz in Stade. 
Verlegt von Herold und Wahlstab in Lüneburg. 
Max-Planck-Institut für
	        
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