Full text: Juristische Zeitung für das Königreich Hannover (Jg. 14 (1839))

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ad 3) die Replik der listigen überredung in Ab¬ 
rede genommen, der Beweis derselben, aner¬ 
wogen der Erbvertrag der mangelnden Form 
wegen schon an sich als unverbindlich erscheint, 
um deswillen unerheblich ist, 
und nun aus diesen Gründen die Intestat=Ansprüche 
der Kläger auf die Hälfte des gemeinen Guts 
sich als gegründet darstellen, in dieser Beziehung 
auch die Einrede des Beklagten, „daß bei Abtheilung 
mit den Erben des verstorbenen Ehegatten nur das 
von diesem inferirte Vermögen berücksichtigt, und nur 
in dessen Hälfte jenen Erben ein Recht gebühre" 
sich nach den hiesigen Rechten als unrichtig ergiebt, 
der Einwand des Beklagten ferner, „daß die Kläger 
sich im Besitze der seiner verstorbenen Ehefrau gehö¬ 
renden Capitalien befänden, ohne denselben näher 
nachzuweisen, zur Zeit ausgesetzt bleiben muß, wo¬ 
gegen freilich der Beklagte berechtigt die Leichen¬ 
kosten aus dem gesammten gemeinen Gute 
vorab zu entnehmen und zu bestreiten; 
als wird der ad acta gebrachte Erbvertrag wegen 
fehlender richterlicher Concurrenz — für ungültig 
und der Beklagte schuldig erkannt, den Bestand des 
gesammten gemeinen Guts zur Sterbezeit seiner 
weil. Ehefrau, nach Abzug deren Leichenkosten, in 
Gemäßheit eines rechtsbeständigen Inventarii oder in 
dessen Ermangelung nach einer eidlich zu bestärkenden 
Specification, vorbehältlich jeglicher Rechte desselben 
wegen der angeblich im Besitze der Kläger befindli¬ 
chen Capitalien — den Klägern vorzulegen und da¬ 
nach mit diesen wegen der denselben gebührenden 
Hälfte des ganzen gemeinschaftlichen schuldenfreien 
Max-Planck-Institut für
	        
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