Full text: Juristische Zeitung für das Königreich Hannover (Jg. 14 (1839))

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gung dessen müssen die veralteten und abgestorbenen 
Rechtstheorien und Gesetze von Generation zu Gene¬ 
ration verjüngt werden, damit die Völker nicht an Alters¬ 
schwäche dahin sterben. 
Wie nothwendig, bei den zahllosen Controversen, 
und verschiedenen Rechten der zusammengestückten Pro¬ 
vinzen, ein bürgerliches Rechtsbuch für uns ist, hat noch 
neuerdings die vortreffliche Abhandlung des Herrn Amts¬ 
assessors Müller zu Osten, in diesen Blättern dargethan, 
worauf der gegenwärtige Verfasser ganz besonders hin¬ 
gewiesen haben will, und schließt er sonach damit, daß 
er sich gern bescheidet, nichts Neues gesagt zu haben, 
da es lediglich seine Absicht war, nur auf aphoristische 
Weise in allgemeinen Umrissen, die Codification des Ci¬ 
vilrechts in Anregung zu bringen, so daß er gern zurück¬ 
tritt, wenn sich Jemand finden sollte, der es besser 
macht. — Im Verlaufe der Zeit wird er über diesen 
höchst wichtigen Gegenstand sich weiter auslassen. 
II. Praejudicium Summi tribunalis. 
Die Hildesheimischen Landesgesetze erfordern die ge¬ 
richtliche Confirmation der Verträge neben der 
gerichtlichen Aufnahme derselben nur alter¬ 
nativ, wenigstens wenn die Verträge nicht 
über Meiergüter disponiren. 
(Von dem Herrn Advocaten Zeidler in Lammspringe.) 
In Sachen Wiegrebe j Wiegrebe wegen Erbthei¬ 
lung wurde über die Gültigkeit eines zwischen den El¬ 
tern beider Theile und dem Verklagten gerichtlich aufge¬ 
nommenen und in beweisender Form ausgefertigten, jedoch 
Max-Planck-Institut für
	        
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