Full text: Juristische Zeitung für das Königreich Hannover (Jg. 14 (1839))

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rechts, weil dieser allein dasselbe durch die Pfändung nicht 
anerkannte. Selbst dann, wenn man die einzelnen In¬ 
teressenten an der Gemeinheit als deutschrechtliche con¬ 
domini ansieht, so konnte doch, wie oben gezeigt ist, die 
Klage auf Perturbation in der Ausübung der Servitut, 
gegen den beklagten Flecken als Turbanten angestellt wer¬ 
den, folglich war die Klage der H'schen Vormünder ganz 
richtig angestellt und es mußte wie geschehn, erkannt 
werden. 
II. 
Wenn das Königl. Ober=Appellations=Gericht zu 
Celle ein in zweiter Instanz für begründet erachte¬ 
tes Restitutions-Gesuch contra lapsum fatali- 
um wegen Mangels einer Bescheinigung für un¬ 
begründet erklärt hat, so ist ein fernerweites, mit 
einer gehörigen Bescheinigung verbundenes, 
Restitutionsgesuch nicht beim Königl. Ober¬ 
Appellations=Gerichte im Wege des Rechts¬ 
mittels der Restitution, sondern bei der betref¬ 
fenden Canzlei anzubringen. 
Gegen ein Erkenntniß des K. A. H. .. hatte X., der 
Kläger, appellirt, jedoch die Rechtfertigungsfrist um einige 
Wochen ungenützt verstreichen lassen. Der Sachführer 
bat um Restitution, vorschützend, daß seine Partei an der 
damals herrschenden Grippe krank darnieder gelegen und 
ihn nicht mit Instruction habe versehen können. 
Königl. Justiz=Canzlei zu Stade reformirt das unter¬ 
richterl. Erkenntniß am 25. Sept. 1837 unter Ertheilung 
der erbetenen Restitution. 
Max-Planck-Institut für 
2ur
	        
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