Full text: Jahrbücher der gesammten deutschen juristischen Literatur (Bd. 12 (1829))

Erörterungen pract Rechtsfragen. Th.I. 203 
des Gegners, auf Beweis derselben inter¬ 
loquiren, oder hat er solche Klagen in an¬ 
gebrachter Masse abzuweisen und solche 
Einreden bey Seite zu setzen? Eine bekannte 
Controverse, die für die Abweisung der Klage und Bei¬ 
seitesetzung der Einreden entschieden wird, — eine 
Entscheidung, mit der die heutige Praxis fast überall 
übereinstimmen wird. 
XIII. Ist die Benennung des Autore (no¬ 
minatio seu laudatio auctoris) auch bey 
persönlichen, insbesondere bey Schäden- 
und Besitzklagen zulässig?, Bejahend entschie¬ 
den, hauptsächlich mit Rücksicht auf die von Mitter¬ 
maier früher dawider vorgebrachten Gründe. 
XVII. Kann der Richter das condemnato¬ 
rische Erkenntniss über die Klagbitte hin¬ 
aus richten, wenn im Laufe des Processes 
mehr ausgeführt wurde, als die Schlussbit¬ 
te umfasste? Auch diese Frage ist, mit Bezugnah¬ 
me auf einschlagende Stellen des römischen Rechts, be¬ 
jaht, unter der Voraussetzung, dass das Mehrere nur 
in einem grösseren Qu antum bestehe. 
XIX. Ist ein Beklagter befugt, die ihm 
wider die Klage zuständigen Einreden, wel- 
che er vorzuschützen unterlassen hat, oder 
welche in den rechtskräftigen Erkenntnis¬ 
sen übergangen, oder als unschlüssig, ver¬ 
säumt oder unerwiesen nicht geachtet wor¬ 
den sind, nachher mittelst besonderer Kla- 
ge geltend zu machen? Eine interessante Erör¬ 
terung, bey der jedoch, namentlich was die peremto- 
Max-Planck-Institut für 
europäische Rechtsgeschichte
	        
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