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7. Buch. 9. Tit. §. 656.
Um den Verpflichteten zur Cautionsleistung zu nöthigen, =
stehen dem Proprietar mancherley Rechtsmittel zu
Gebote. 1) Er kann die Sache so lange zurüͤckbehalten,
bis jener seine Verbindlichkeit erfüllt. (lus retentionis).
Jn diesem Falle percipirt auch der Proprietar in der Regel
die Früchte selbst, bis die Caution bestellt ist?); sofern
sie nicht etwa, nach der Natur des vermachten Nießbrauchs,
zur nutznießlichen Substanz zu schlagen sind. Hierher gehört ¬
L. 24. pr. D. de usufr. leg. wo Papinian sagt: Uxori -
fructu bonorum legato, foenus quoque sortium,
quas defunctus collocavit, post impletam ex SCto cautionem ¬
praestabitur. Igitur usuras nominum in hereditate ¬
relictorum ante cautionem interpositam debitas,
velut sortes, in cautionem deduci necesse est. Non
idem servabitur, nominibus ab herede factis; tunc
enim sortes duntaxat legatario dabuntur: aut quod propter ¬
moram usuras quoque reddi placuit, super his non
cavebitur. Es ist hier von einem ususfructus omnium
bonorum die Rede, welchen der Testator seiner Frau vermacht ¬
hatte, und die Frage, welche Papinian hier entscheidet, ¬
war, inwiefern der Legatarin die Zinsen von den
zu dem Vermoͤgen des Erblassers gehoͤrigen Kapitalien gebührten? ¬
Unstreitig ist hier von dem Falle die Rede, wo
der Haupterbe noch im Besitz des ganzen Vermoͤgens warwie ¬
Berger *) hier ganz richtig bemerkt hat. Dieses beweisen ¬
auch die Worte: praestabitur -- dabuntur, ganz
deutlich
9) L. 13. pr. D. de usufr.
10) Resolution. Legg. obstant. h. t. pag. 146. Siehe auch T1rTEL ¬
Dcit. iss. §. 15.