Full text: Beiträge zur Kenntniß der Justizverfassung und juristischen Literatur in den preussischen Staaten (Bd. 12 (1801))

des Beitrages der Eingepfarrten unter sich so spe¬ 
zielle Vorschriften nicht. 
Es ist also diese Frage blos nach der Analogie 
der gemeinen und Landesgesetze zu entscheiden. 
Die Obliegenheit der Eingepfarrten zum Bau 
ihrer Kirchen und Pfarre ist nun zwar bekannten 
Rechten nach kein Onus mere reale, da der Besi¬ 
tzer großer Grundstücke nicht mehr Vortheil d= | | 
von 
ziehet, als der, dem solche ermangeln. 
Böhmer J. P., S. VII. C. II. §. IX. 
Dessen ungeachtet aber ist es der Billigkeit und 
den ältern kirchlichen Rechten gemäß, daß jeder 
Eingepfarrte Partem quotam von seinem ohnge= 
fähr ausgemittelten Vermögen beitragen müsse, 
indem sodann jeder doch gleich viel in sensu mo¬ 
rali kontribuirt, und daß solches unter Landleuten 
nach Proportion ihrer Aecker berechnet werde. 
Böhmer 1. alleg. §. X. 
Allein, auch die Berechnung nach Aeckern 
hat ie der Kurmark, wo die Besitzungen der 
Bauern und Kossathen fast in jedem Dorfe ver= 
schieden sind, sehr viele Schwierigkeiten. Wes= 
halb in der 
Verordnung vom 7ten Febr. 1711. 
ausdrücklich festgesetzt ist, daß auf den Unterschied 
der Hufen, die einer oder der andere besaße, nicht; 
sondern bloß auf den Unterschied der Bauern und 
Kossathen Rücksicht genommen werden solle. Und 
Max-Planck-Institut für 
urc
	        
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