Full text: Wetzlarische Nebenstunden (Th. 120 (1772))

468 Ob, wenn in einem Kayserl. Privilegio 
beck an= und ausgeführten wichtigen Causalibus, 
durch ein foͤrderlichst gnaͤdigstes Decret mildest 
werde verstattet werden, daß die Solennia 
Appellationis in rubricirter Sache bewandten 
besondern Umständen nach, jedoch dem Aller= 
höchst=Kayserl. Privilegio der Reichs=Stadt 
Luͤbeck in allem ohnbeschadet, bey Repro¬ 
duction der Processen in hoc summo Appel¬ 
latorio præstirt werden dürfen. 
Sollte jedoch deßfalls wider Vermuthe 
noch einiges Bedencken fuͤrwalten; So wird 
zu Hoͤchstrichterlich gnaͤdigstem Ermessen gestellt: 
Ob nicht dem Löbl. Magistrat zu Lübeck die 
Weisung zu geben, daß derselbe, bey dieser¬ 
und kuͤnfftig dergleichen Vorfallenheiten, eine 
Deputation in ermeldtes Jungfraͤuliches Clo¬ 
ster fordersamst abschicken solle, vor welcher, 
salvo dicto Privilegio Caesareo, & salva Causa 
Appellationis, sub Rubro: Closter St. Jo¬ 
hannis contra Brauerzunfft zu Lubeck, Appel¬ 
lationis, der Appellations-Eyd von der Frau 
Aebtißin und Priorin præstirt werde; wobey 
zugleich dessen dem hoͤchsten Richter=Amt vor¬ 
greiffliche Anmassung wegen der Desertions¬ 
Erklaͤrung behoͤrig zu coërciren gebetten wird. 
§. 2. 
Nachstehendes Gegen-Promemoria aber 
enthält Gründe pro negativa. 
Nach dem Kayserl. der Reichs-Stadt Luͤbeck 
gegebenen bey hiesig hoͤchstem Reichs¬ 
Gericht linsinuirten und in deren hiesigem 
höchsten 
Max-Planck-Institut für
	        
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