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den könnte. Viele Spinnereien, worunter ganz besonders die Floretspinnereien, ¬
welche nur wenige gute Tage haben, würden aber genöthigt ¬
sein, die Arbeit einzustellen und so wäre die Existenz von
Tausenden von Arbeitern untergraben. Da die ausländischen Spinnereien ¬
bereits mit Arbeitern überfüllt sind und von ihrem Ueberschusse ¬
schon jetzt eine bedeutende Zahl an die Schweiz abgeben, könnten
unsere hungrigen Arbeiter vom Auslande kein Brod erwarten. Würden
die Enttäuschten in der Verzweiflung ihre Schmeichler und Betrüger
fragen: „Verräther! wo ist nun Euer gleißendes Glück?“
" dann
würde die Anwort lauten: „Rächt Euch an dem Blute Eurer Tyrannen, ¬
deren Sklaven Ihr bis jetzt waret; der große Tag der
Befreiung aus Eurer Knechtschaft ist gekommen; seid unbesorgt um
Euer Brod, denn Ihr werdet mit uns an dem Tische der Reichen
essen, für welche wir schon längst den Galgen errichtet haben!
Da möchte vielleicht Mancher glauben, wir reden in pessimistischen ¬
Hyperbeln. Doch nein, wir wollen den Arbeitern zeigen, in
welche Gesellschaft sie gerathen würden, wenn es einer gewissen
Categorie ihrer Schmeichler gelingen sollte, dieselben auf die Leimruthen ¬
zu zaubern.
Es werden sich wohl noch viele daran erinnern, daß am verflossenen ¬
18. März die Internationale in Bern den letzten schändlichen ¬
Pariser Commune=Aufstand feierte und bei diesem Anlasse die
Straßen der Bundesstadt Bern mit einer rothen Fahne durchzog.
Die Berner aber, welche vorzügliche Schulen besitzen, vergessen
nimmer, daß Arbeit des Bürgers Zierde und Segen der Mühe
Preis ist; sie wissen, daß nur ein Weg — Arbeit verbunden mit
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Sparsamkeit zur Gründung einer ehrlichen Existenz führt. Es ist
daher begreiflich, daß die Berner die von Seite der Communisten
in Scene gesetzte Verherrlichung der rohesten Schandthaten nicht
passiv ansehen konnten; sie entrissen deßhalb den letztern die Fahne,
worauf die Communisten von ihren Todtschlägern und Stiletstöcken
Gebrauch machten. Die Rädelsführer dieser blutigen Affaire sind
in der Folge von den Berner Gerichten. wie die Gerechtigkeit es
erforderte, mit angemessenen Strafen belegt worden. Am 28. August
erklärten die Communisten durch blutrothe Maueranschläge das Urtheil ¬
des Berner Gerichts als „einen Schmutzflecken an der Ehre
des Kantons Bern.“ Wie glaubt Ihr, Arbeiter, wie sich da Eure
Schmeichler vor den Richtern zu vertheidigen suchten? Aus Nr. 206
der „Schweiz. Grenzpost“ entnehmen wir, daß die Communisten