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berrenlos zu seyn, und es ist sonach, von nun an,
ein Eingriff in das Recht des Andern, ein Eirfall
in seine Sphäre, wenn entweder der Versprecher durch
Reue nach der Annahme, oder der Promissar durch
Annahme nach der Reue des Erstern, sich jene
Handlung zueignet. Es ist sonach bewiesen, daß
und warum zur rechtlichen Verbindlichkeit eines Vertrags, ¬
d. h. zu dessen Persection, die Annahme
nothwendig ist, oder: warum durch das blose einseitige =
Versprechen der Schenker noch nicht rechtlich verbunden =
wird. Vortrefflich sagt diesemnach Pomponius =
(L. 26. D. de donat.). "Nuda ratio non
facit aliquem debitorem: utputa quod donare
libero homini volumus, licet referamus in rationes ¬
nostras, debere nos: tamen nulla donatio intelligitur. ¬
und Paulus (L. 10. D. de don.):
Absenti sive mittas, qui ferat, sive quod ipse
habeat, sibi habere eum jubeas, donari recte
Sed si nescit rem, quae apud se eit,
potest.
sibi esse donatam, vel missam sibi non acceperit,
„„ — Wozu freylich
donatae rei dominus non fit
auch noch der weitere bekannte Grund des Paulus
»Invito beneficium
(in L. 69. D. de R.J.) kommt:
non datur. Es fragt sich hierbey, welcher von Beyden =
dem Andern durch Occupation zuvorkommt, ob
der, welcher wirklich zuerst den Willen hat, oder
der, welchen ihn zuerst erklärt, oder überhaupt
beweist, daß er ihn hatte? Eigentlich (an sich,
und nach der objectiven Theorie) occupirt derjenige,
welcher wirklich zuerst den Willen hat, nicht aber
der, welcher ihn zuerst äußert oder erklärt, sofern der
Letztere seinen Willen doch erst nach dem Andern ge=