Metadaten : Matthias <von Bremscheid>: ¬Der christliche Mann in seinem Glauben und Leben

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  Lehren  und  des  Lebens,  zu  dem  sie  uns  anleitet,
nicht  zu  schämen  jenen  Menschen  gegenüber,  die  über
Religion  und  Frömmigkeit  spotten.  Denn  was  sind
dies  gewöhnlich  für  Menschen?  Die  Erfahrung  sagt,
daß  es  fast  immer  nur  Leute  sind,  die  ein  rohes  Herz
besitzen,  Leute,  die  keinen  Sinn  und  keine  Begeisterung
für  Höheres  und  Göttliches  besitzen,  Leute,  die  meistens
groben  sinnlichen  Ausschweifungen  ergeben,  Jünglinge,
welche  Sclaven  der  Unkeuschheit  sind,  Männer,  denen
die  eheliche  Treue  nicht  mehr  heilig  ist.  Der  schon
einmal  genannte  P.  Hattler  S.  J.  meint  ganz  mit
Recht,  daß  Männer,  welche  gegen  die  Religion  und
die  Kirche  spotten  und  lügen,  in  ihrem  Herzen  einen
Düngerhaufen  haben  und  daß  die  Lügen  und  Spottreden -
  nur  die  stinkende  Ausdünstung  von  demselben  sind.
Vor  Jahren  veranstalteten  einige  abgestandene  Katholiken -
  in  Paris  am  Charfreitage  ein  Spottfleischessen,
bei  dem  es  natürlich  an  Hohnreden  auf  den  gekreuzigten -
  Heiland  und  seine  Kirche  nicht  fehlte.  Ein  berühmter -
  Schriftsteller  und  Journalist  von  Paris,  Louis
Veuillot,  brachte  in  seiner  vielgelesenen  Zeitung  auch
die  Nachricht  von  diesem  gotteslästerischen  Spottfleischessen, -
  knüpfte  aber  daran  die  kleine  vortreffliche  Bemerkung: -
  „Bei  diesem  Essen  gab  es  Schweinsfüße  und
zwar  nicht  bloß  auf  dem  Tische,  sondern  auch  unter
demselben.  Der  Mann  hat  seine  Leute  gekannt.  Ist
es  nun  nicht  eine  Schmach  für  den  Katholiken,  Menschen -
  dieser  Art  gegenüber  sich  seines  Glaubens  und
der  christlichen  Gebräuche  zu  schämen?
Digitalisierungsvorlage:

Max-Planck-Institut  für  Bildungsforschung
            
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