fullscreen : Funke, Carl Philipp: Naturgeschichte und Technologie zur Selbstbelehrung für Nichtstudierende

Technologie.
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Das  Mahlen  selbst  geschiehet  in  Wasser=  und  Windmühlen =
  auf  einerlei  Art.  Die  Mühlsteine  sind  mit  einer
hölzerner  Einfassung  (den  Lauf)  umgeben,  und  über
derselben  steht  ein  großer  hölzerner  Trichter  (Rumpf),
in  welchen  das  Getraide  geschüttet  wird,  und  aus  dessen
untern  Oeffnung  es  durch  das  runde  Loch  des  obern  Steins
auf  den  untern  Stein  fällt.  Durch  die  kreisförmige  Bewegung ¬
  des  Läufers,  welcher  so  gestellt  werden  muß,  daß
noch  ein  kleiner  Zwischenraum  zwischen  ihm  und  dem  Bodenstein ¬
  ist,  werden  die  Körner  zerrieben,  sodann  in  den
Lauf  und  durch  eine  Oeffnung  desselben  (das  Mehlloch) ¬
  in  den  Beutel  gestoßen.  Dieser  Beutel,  welcher ¬
  von  Beuteltuch  gemacht  ist,  ist  in  einer  schiefen
Lage  in  dem  Mehlkasten  ausgespannt  und  an  dem
Mehlloche  und  an  dem  Vorkasten  befestigt.  Indem
das  Gemahlne  durch  den  immerfort  gerüttelten  Beutel
hinläuft,  wird  das  Mehl  in  den  Mehlkasten  durchgesiebet =
  oder  gebeutelt;  das  Gröbere  aber,  was  nicht  durchfallen ¬
  kann,  läuft  in  den  Vorkasten,  und  wird  noch  einigemal ¬
  in  den  Rumpf  getragen,  und  gehet  durch  den  Beutel,
wie  vorher,  wobei  jedoch  der  Läufer  auch  jedesmal  dem
Bodensteine  näher  gestellt  werden  muß.  Was  zuletzt  in  den
Vorkasten  läuft,  ist  Kleie.  Diese  bekommt  man  nicht,
wenn  man  ohne  Beutel  mahlt,  aber  auch  kein  weißes
und  feines  Mehl.  Das  Mahlen  ohne  Beutel  heißt  schroten, ¬
  und  das  so  Gemahlne  Schrot,  welches  nicht  sowohl ¬
  zu  Brodt,  als  zum  Bierbrauen,  Branntweibrennen ¬
  rc.,  gebraucht  wird.
In  den  Stampfmühlen  werden  die  Körner,  oder
was  man  sonst  zerkleinen  will,  vermittelst  großer  hölzerner
Stampfen  zerstoßen.  Die  Stampfen  werden  durch  Hebarme =
  (Daumen),  die  an  einer  Welle  sind,  welche
durch  das  Wasserrad  in  Bewegung  gesetzt  wird,  senkrecht
gehoben,  und  fallen  vermöge  ihrer  Schwere  wieder  nieder ¬

            
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