Metadaten : Sammlung auserlesener Abhandlungen aus dem Lehnrechte (Th. 1 (1781))

XIII.  Von  der  Lehnsaufgebung.  251
Es  ist  merkwürdig,  daß  in  diesem  Briefe  sowol  H.
Erichs,  der  noch  minderjährig  gewesen,  als  H.  Friedrichs, -
  seines  Vormundes,  gedacht  wird.  Wie  solches
zusammen  hänge,  muß  in  der  grubenhagischen  Historie
nachgesuchet  werden.  Die  Manne  der  Herzoge  haben  ihre -
  Aufbringung,  gleicher  gestalt  wie  oben,  mit  in  dem  Briefe -
  bezeuget,  woraus  eine  Gleichförmigkeit  des  hiesigen
Styls  erhellet.
Herzog  Friedrich  hat  sich  darauf  des  Zehntens  in
Appenrode,  mithin  auch  der  Hälfte,  so  die  Kirchhofe  von
denen  von  Herlingsberge  zu  lehn  getragen,  in  nachstebendem -
  Briefe  entsaget:
Inn  dem  Nahmen  der  hilligen  vngedeildenn
Dreualdicheit.  Vonn  Godes  gnaden  Frederick
Hertoge  to  Brunswigck,  Hertogen  Ernstes  sone
des  Elderen,  dem  vnse  Here  God  gnade,  we  beckennet -
  in  duͤßem  openn  breue,  vnde  don  wittlick
alle  denn,  de  on  seen  eder  horen  lesenn,  vor  vnß
vnd  vor  Hertogen  Ericke  Vnsen  Vedderem,  des
Rechte  Vormunder  we  sinn,  vnd  vor  vnse  Eruen
dat  we  med  vorbedachtem  mode  vnd  med  guden
willen  alle  derer,  der  we  dar  willen  vnd  vulbord
von  Rechtes  wegen  to  hebben  scholen,  gelatene
hebbet,  ond  geuen  denn  Egendom,  an  Tegeden
tho  Abbenrode,  und  an  Negen  houen  to  Euessemn
ynd  an  houen  vndt  an  ckothonen  met  allen  Rechten,
de  dar  alle  wege  tho  gehord  hebbet,  wente  an  duͤße
tid,  gevruchtiget  vnd  vngrevruchtigett,  Inn  watere -
  vnd  in  weide,  in  holte  vnd  allen  nutcken,  de
man  benomen  kann  vnd  moch,  vnd  denstes  vrie,
ledich,  vnd  loß,  med  aller  Vnplicht;  dussenn  Egendum -

Max-Planck-Institut  für
            
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