Full text : Montes de Oca, Manuel Augusto: Represión

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1)  Der  Kaiser  hatte  1512.  die  fränkische  Ritterschaft -
  nach  Schweinfurth  berufen,  um  von  ihr  einen
Geldbeitrag  zu  erhalten.  Da  schickte  die  gesammte
Ritterschaft  in  Franken  einige  Deputirte  an  Ihre  gnädige -
  Herren,  die  Fürsten  von  Bamberg  und
Wirzburg  nebst  dem  Marggrafen  von  Baireuth.
mit  der  Bitte,  sie  gegen  die  unerhörte  Zumuthung
des  Kaisers  um  so  mehr  zu  schüzen,  als  hiebei  den
Fürsten  an  ihren  Rechten  nicht  weniger  gelegen  sei,  p)
Die  Reclamation  des  landesherrlichen  Schuzes  sogar
wider  den  Kaiser  enthält  wohl  ein  Bekenntniss  der
Landesunter  würfigkeit.
2)  Gleichförmig,  wie  im  vorigen  Jahrhundert,
nannten  sie  sich  noch  1519  „Grafen,  Herrn  und  Ritterschaft -
  des  Stifts  den  Bischof  ihren  Landesfürsten.
und  dieser  nannte  sie  seine  Unterthanen  -  mit  vielen
unzweideutigen  Worten  ist  hier  das  Landsasiatverhaleniss ¬
  ausgedrückt  q).
3)  Noch  lag  von  den  Zeiten  des  Faustrechts  her
ein  Verdacht  auf  der  fränkischen  Ritterschaft,  als  ob
sie  an  manchen  vorgefallenen  Thätlichkeiten  sonderbare
Lust  und  Gefallen  habe;  der  Verdacht  schien  ihr  so
bedenklich,  dass  sie  durch  eine  eigene  zahlreiche  Deputation ¬
  den  Bischof  Conrad  mit  einem  besondern  Schreiben ¬
  1523.
p)  Beil.  XV.  9)  Beil.  XVI.
            
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