Volltext : Altmütter, Georg: Beschreibung der Werkzeug-Sammlung des k. k. polytechnischen Institutes

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Fig.  4,  2  oder  6.  Taf.  I  geformt  ist,  und  solche  mit  schmalem ¬
  oder  deutschem,  welche  letzteren  zum  Einspannen  und  Befeilen ¬
  von  Metallstreifen  oder  Drahtstücken  vorzüglich  anwendbar ¬
  sind.  Die  7te  Fig.,  Taf.  I  stellt  einen  sehr  schönen  englischen ¬
  Feilkloben  vor,  der  zugleich  mit  einer  Zwinge  zum  Anschrauben ¬
  versehen,  und  in  manchen  Fällen  recht  brauchbar  ist.
Außerdem  hat  man  auch  welche,  bey  denen  der  eine  Backen
bey  b  sich  in  eine  Holzschraube  endet,  ebenfalls  um  ihn  irgendwo ¬
  befestigen  zu  können.
Für  weiche  Metalle  z.  B.  Gold  und  Silber,  ferner  zum
Einspannen  von  schon  fertigen  feinen  Schrauben  und  andern
zarten  Stücken,  bedient  man  sich  auch  hölzerner  Feilkloben.
Diese  sind  entweder  ganz  so,  aus  Buchsbaum,  Quajak  oder
einer  andern  festen  Holzart  gearbeitet,  wie  die  metallenen,
und  also  von  derselben  äußern  Form,  oder  man  macht  sie  auch
und  mit  weit  weniger  Mühe,  wie  Fig.  17  und  18,  T.  I.  Der
in  Fig.  17  gezeichnete  ist  der  einfachste.  Wenn  die  beyden
Haupttheile  a  und  b  zugleich  auf  der  Drehbank  verfertigt  worden ¬
  sind,  so  legt  man  zwischen  sie,  um  eine  Öffnung  zu  bekommen, ¬
  ein  Messingplättchen  c,  welches  durch  Stifte,  die
mittelst  punctirter  Linien  angezeigt  sind,  befestigt  wird.  In  den
Theil  a  kommt  ferner  die  Schraubenspindel,  die  vor  b  die  gewöhnliche ¬
  Flügelmutter  erhält.  Wird  diese  angezogen,  so  preßt
sie  beyde  Backen,  weil  das  Holz  selbst  am  dünnsten  Theile
nachgibt,  zusammen,  sie  kommen  aber  beym  Nachlassen  derselben ¬
  durch  die  Federkraft  des  Holzes  von  selbst  wieder  in
die  vorige  Lage.  Es  kann  auch  wohl  der  Feilkloben  aus  dem
Ganzen  gedreht,  und  der  zum  Federn  beyder  Theile  nöthige
Abstand  durch  Herausschneiden  des  Holzes  mit  der  Säge  bewirkt, ¬
  und  so  c  ganz  erspart  werden.  Da  die  Offnung  solcher ¬
  Feilkloben  von  der  Elasticität  des  Holzes  abhängt,  so
kann  man  sie  nie  sehr  groß  lassen,  ohne  das  Brechen  des  Holzes ¬
  befürchten  zu  müssen.  Man  macht  also  solche  Feilkloben
auch  wie  Fig.  18,  Taf.  I.  Der  hier  gezeichnete  unterscheidet
sich  bloß  durch  die  Art,  wie  beyde  Haupttheile  unten  verbunden ¬
  sind,  und  durch  die,  das  Aufgehen  bewirkende  Feder.
            
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