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ist es eine Regel, beinahe ohne Ausnahme, daß ein zusammengesetzter ¬
Körper jederzeit eine geringere Fähigkeit hat,
Wärmestoff aufzunehmen, und folglich einen kleinern Raum,
unter gleichen Umständen, einnimmt, als ein einfacher Körper, ¬
der mit dem Wärmestoffe verbunden ist.
2. Versuch. Man bringt in eine kleine gläserne Retorte ¬
wohl getrocknetes salpetergesäurtes Ammoniak.
Man verbindet den Hals der Retorte, vermittelst einer
Röhre, mit einer Flasche, welche mit Eis umgeben wird,
und diese Flasche wird mit dem pneumatischen Apparate
verbunden. Nach geendigter Destillation findet man das
salpetergesäurte Ammoniak zum Theil zerlegt, und man erhält ¬
salpeterhalbsaures Gas, und sehr viel Wasser; weit
mehr Wasser, als das Kristallisations Eis des salpetergesäurten ¬
Ammoniakes beträgt. Demzufolge ist, in diesem
Versuche, Wasser entstanden, und folglich enthält das salpetergesäurte ¬
Ammoniak Wasserstoff. Aber das salpetergesäurte ¬
Ammoniak besteht aus Salpetersäure und aus Ammoniak. ¬
Da nun die Salpetersäure keinen Wasserstoff enthält, ¬
so muß der Wasserstoff in dem Ammoniak enthalten ¬
sein.
3. Versuch. Gießt man übersaure Kochsalzsäure auf
reines Ammoniak: so entsteht ein Aufbrausen, und es entwickelt ¬
sich anfänglich Salpeterstoffgas mit Wässerstoffgas
vermischt, nachher aber bloßes Wasserstoffgas: Der überflüssige ¬
Säuerstoff der Kochsalzsäure verbindet sich mit dem
Wasserstoffe, als dem andern Bestandtheile des Ammoniaks,
und es entsteht Wasser. Die, ihres überflüssigen Sauerstoffs ¬
beraubte, Kochsalzsäure, verbindet sich mit dem Ammoniake, ¬
welches noch unzerlegt geblieben ist, und man erhält ¬
kochsalzgesäurtes Ammoniak.
4. Versuch. Gießt man übersäure Köchsälzsäure áuf
kohlengesäurtes Ammoniak; so sind die Erscheinungen dieselben, ¬
ausgenommen daß sich, mit dem Salpeterstoffgas
vermischt, kohlengesäurtes Gas entwickelt.
5. Versuch. Man nehme eine ganz kleine Retorte,
man fülle dieselbe mit trockenem Quecksilber an, und lasse